EVR unterliegt Kaufbeuren mit 3:4
Der Eishockey-Oberligist muss sich in der ersten Runde des DEB-Pokals gegen den ESV Kaufbeuren erst nach Penaltyschießen 3:4 geschlagen geben.
Gegen Kaufbeuren wehrte sich der EVR (rechts) nach besten Kräften, musste sich aber am Ende doch geschlagen geben. Foto: Schmeilzl
Regensburg. Lange mussten die Anhänger des EV Regensburg in der Vorbereitung darauf warten, dass ihre Mannschaft ihr wahres Gesicht zeigt. Sie haben sich das für einen Eishockey-Krimi im ersten Pflichtspiel aufgehoben. Da lieferte der Eishockey-Oberligist in der ersten Runde des DEB-Pokals den favorisierten Zweitligisten ESV Kaufbeuren einen großen Kampf. 3:3 (1:0, 2:1, 0:2) stand es am Ende der regulären Spielzeit, weil die Joker 1:44 Minuten vor Schluss noch ausglichen. Da auch in der Verlängerung kein Tor mehr fiel, musste das Penaltyschießen entscheiden. Und da gelang Markku Hähtinen der Siegtreffer für den ESV.
Mit nur drei Reihen ließ Leos Sulak seine Mannen nach dem 0:9-Reinfall beim EV Landshut am Freitag gegen den Zweitligisten beginnen. Und vom Start weg lief es in der Donau-Arena optimal für den Gastgeber, als sich Carl Hudson und Jakub Körner innerhalb von sieben Sekunden Strafzeiten einhandelten. Petr Fical nutzte im 5-3-Powerplay die Nachschuss-Chance nach dem Hammer von Bogdan Selea (3:50) zur frühen Führung. Stefan Vajs, der ansonsten die EVR-Gelegenheiten bis auf eine Unkonzentriertheit beim Fical-Schlenzer stoisch sicher wegfischte, sah ab der 10. Minute seine Joker konsequenter zur Sache gehen. Doch Martin Cinibulk zeigte sich bei Großchancen von Markku Tähinen, Christof Aßner, Daniel Menge und Carl Hudson auf dem Posten.
Gleich nach Wiederbeginn drängten die Joker auf den Ausgleich, den Hans Detsch nach Tählinen-Pass kläglich vergab. Auf der Gegenseite schlug Marcel Brandt zu (21:36), als er nach Pass von Philipp Michl goldrichtig stand. Obwohl Kaufbeuren spürbar Härte und Tempo erhöhte, hielt der Gastgeber dagegen.
Verfehlte Fical nach Pass des von der Strafbank kommenden Brandt noch hauchdünn, so verwertete er das Super-Zuspiel von Kapitän Martin Ancicka (26:37) zur 3:0-Führung. Kaufbeuren gelang zwar ein feiner Überzahltreffer durch Louke Oakley (29:11), doch mehr ließ der weiter höchst aufmerksame Cinibulk, unterstützt durch die konsequente Abwehrarbeit seiner Vorderleute, nicht zu.

