EVR-Nachrichten 15.10.2012, 07:03 Uhr

Der EVR verzweifelt an „Hexer“ Huber

Die Regensburger scheitern am Sonntagabend beim 0:3 an Daniel Huber, dem Schlussmann des EV Weiden – und an der Effektivität des Aufsteigers.

Auch Martin Piecha konnte nichts daran ändern, dass der EVR-Ansturm auf Weidens Tor vergeblich blieb. Foto: Schmeilzl

Auch Martin Piecha konnte nichts daran ändern, dass der EVR-Ansturm auf Weidens Tor vergeblich blieb. Foto: Schmeilzl

Von Dieter Krelle, MZ

Weiden. Die Blue Devils des EV Weiden bleiben in der Eishockey-Oberliga Süd das Team der Stunde. Ein überrragender Torhüter Daniel Huber sicherte beim 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) im Oberpfalzderby gegen den spielerisch klar überlegenen EV Regensburg das zweite Sechs-Punkte-Wochenende in Serie für den Aufsteiger. Dabei hatten sich die 60 Minuten hohes Tempo gehenden Mannen von Leos Sulak außer der Chancenverwertung eigentlich nichts vorzuwerfen. Dass aber Weiden die einzige EVR-Strafzeit durch Marcel Waldowsky zur Führung nutzte, spielte der Defensivtaktik von Trainer Josef Hefner in die Karten.

Ironisch als die Nummer zwei der Oberpfalz begrüßt, übernahm der Gast nach einigen Minuten des Abtastens die Initiative in einem temporeichen Derby, erlaubte sich nur eine von Felix Köbele (4.) allerdings nicht genutzte Nachlässigkeit. Die Führung für den spielerisch dominanten EVR schien nur eine Frage der Zeit. Doch Weidens Goalie Daniel Huber zeigte sich von Anfang an gegen Petr Fical und Martin Piecha (10.) ebenso auf dem Posten wie gegen den von Martin Ancicka freigespielten Marcel Brandt (11.).

Die erste Strafzeit gegen Bogdan Selea aber nutzte Marcel Waldowsky (13:08) nach dem Schuss von Florian Dumke zur Weidener Führung. Was danach folgte, war der verbissene Regensburger Ansturm, in dem Steven Maier, Fical, Brandt, Selea, Menauer und Piecha am glänzenden Huber scheiterten, der ja eine Regensburger Vergangenheit hat.

Und der Zerberus der Blue Devils rückte auch zu Beginn des zweiten Drittels sofort wieder in den Blickpunkt. Das erste EVR-Powerplay war gerade an ihm abgeprallt, als der frei vor ihm auftauchende Philipp Michl (23.) an ihm scheiterte. Auch Waldemar Detterer (25.), von Michl freigespielt, verpasste den Ausgleich.

Erst in der 30. Minute hatte der an Martin Cinibulk scheiternde Waldowsky eine Chance für die Weidener, die ihren Vorsprung aufopferungsvoll verteidigten. Und auch das zweite, sehr druckvolle EVR-Powerplay blieb trotz fünf Schüssen ebenso erfolglos wie der Hammer von Leopold Prantl, den Huber lässig wegpflückte. Dagegen blieben die Devils überaus effektiv. Felix Köbele (37.) nutzte die zweite Gelegenheit dieses Abschnitts zum 2:0 und David Musial hätte Sekunden später beinahe Doppelschlag hingekriegt. Und auch Domke stellte Cinibulk nochmals auf die Probe.

 

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