SSV Jahn 15.05.2012, 23:17 Uhr

Jahn-Team genießt den Moment

Die Spieler können selbst kaum fassen, was sie in dieser Saison geleistet haben. Heute wird auf dem Haidplatz gefeiert.

Von Heinz Reichenwallner, MZ

KARLSRUHE. Kurz vor Spielbeginn spendeten die Lautsprecher dem einheimischen Publikum noch Mut: Das „Badner Lied“, die Landes-Hymne, knarzte und tausende Fans des Karlsruher SC stimmten mit ein. Eine gute Portion Zuversicht und Entschlossenheit durchflutete zu dem Zeitpunkt das Wildparkstadion. Es hätte für den KSC gegen den SSV Jahn ja auch nur eines torlosen Unentschiedens bedurft, dann hätte er sich den Klassenerhalt sichern können. Hätte.

Aber um 22.20 Uhr am Montagabend sangen und tanzten dann die Regensburger Spieler, ihr Coach Markus Weinzierl, sein Trainerteam, Vorstandsvorsitzender Ulrich Weber und die Betreuer des Jahn ausgelassen gemeinsam auf dem Rasen in Karlsruhe: Jubel in Rot und Weiß. Dem SSV war soeben die Überraschung in der Relegation gelungen. Dank des 2:2 (1:1)-Remis und dank der Auswärtstorregel war der Jahn der strahlende Sieger und kehrte nach neun Jahren in die 2.Fußball-Bundesliga zurück.

„Nie mehr dritte Liga. Nie mehr, nie mehr…“ sangen die mitgereisten Jahn-Anhänger. Ihre Lieblinge kamen ein bisschen später in die Kurve, nachdem Polizei und Ordnungsdienst erst einmal aufgebrachte KSC-Fans vom Platz befördern mussten. Derweil konnte Weinzierl, den die Mannschaft einige Male in die Luft stemmte, der obligaten Bierdusche nicht entkommen, was der Erfolgstrainer aber gerne in Kauf nahm. Und die Jubelfeier des Jahn ging in der Mixedzone und in den Kabinengängen weiter. Man könne den Aufstieg kaum fassen, sagte Michael Hofmann. „Die Mannschaft hat bewiesen, dass auch mit wenig, viel möglich ist.“ Am besten wäre, man würde jetzt gleich drei Wochen durchfeiern, freute sich Tobias Schlauderer.

Explosion der Emotionen

Die Explosion der Emotionen, die Augenblicke nach dem Schlusspfiff im Stadion empfand der junge Jimmy Müller als „den unvergesslichsten Moment, den ich je erlebt habe“.


 

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