SSV Jahn 15.05.2012, 23:21 Uhr

Andre Laurito erfüllt alle Prophezeiungen

Torschütze bleibt nach dem entscheidenden 2:2 bescheiden.


        Die MZ vom 2. Mai diesen JahresFoto: MZ

Die MZ vom 2. Mai diesen JahresFoto: MZ

KARLSRUHE. Es wurde viel gejubelt, geherzt und umarmt auf dem Rasen im Wildparkstadion. Das 2:2 in der 63.Minute, der für den Jahn-Aufstieg letztlich entscheidende Treffer legte Gefühle frei. Im Zentrum des Freudentaumels bei den Regensburgern stand der Kopfballtorschütze Andre Laurito. Der Spieler mit der Rückennummer sechs hat im zweiten und entscheidenden Relegationsspiel wieder einmal bestätigt, dass er der Mann für die wichtigen Tore ist. „Wenn Andre Laurito trifft, verliert der Jahn nie“, hatte unsere Zeitung vor kurzem getitelt. Sein Ausgleichstreffer gegen den Karlsruher SC bestätigte nachhaltig die These der MZ-Sportredaktion. Nach dem Eckstoß von Selcuk Alibaz sei der Ball hoch in den Strafraum gekommen, erzählt Laurito. Er habe sich im Kopfballduell gegen zwei KSC-Verteidiger und Keeper Dirk Orlishausen durchgesetzt und den Ball dann mit der Stirn erwischt, schildert er das Tor aus seiner Sicht. „Und er geht zum Glück rein“, freute sich der 28-Jährige, der sich im nächsten Satz aber gleich wieder ins Team einreihte. Nicht er mit seinem Treffer für den Aufstieg gesorgt, sondern das gesamte Team. „Alle haben es geschafft. Was wir zusammen erreicht haben, ist der Wahnsinn.“

Sein insgesamt siebtes Tor in dem jetzt abgelaufenen Spieljahr brachte den 1,87 Meter großen Hünen wohl bundesweit noch mehr in den Fokus. Begehrlichkeiten anderer Vereine hat der vor zwei Jahren vom Regionalligisten Eintracht Bamberg nach Regensburg gewechselte Abwehrmann schon lange geweckt. „Es gibt gute und interessante Anfragen“, bestätigte Laurito erst vor kurzem. Der vollbrachte Aufstieg ließ ihn ins Grübeln kommen. „Es ist nicht zu glauben. Jetzt bin ich ein Zweitliga-Profi. Dabei wollte ich vor zwei Jahren wegen meiner vielen Verletzungen die Fußballschuhe schon an den Nagel hängen.“

Nun ist das für Laurito natürlich kein Thema mehr. Ebenso aber auch Fragen nach seiner sportlichen Zukunft. „Darüber will ich jetzt schon gar nicht sprechen. Erst mal gibt es ein paar Tage mit den Mannschaftskollegen etwas zu feiern, und dann sehe ich weiter“, meinte er.(ohr)


 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo