Weinzierl offiziell in Augsburg vorgestellt
Der bisherige Jahn-Coach soll das „Wunder von Augsburg“ wiederholen. Am Dienstag begann für ihn die Mission Klassenerhalt.
Augsburg. Mit „Engagement und Leidenschaft“ will es Markus Weinzierl in der Augsburger Puppenkiste richtig rappeln lassen und das Wunder Klassenerhalt wiederholen. „In der Liga zu bleiben ist das große Ziel. Ich bin guter Dinge, dass wir eine gute Rolle spielen können. Die Großen zu ärgern, ähnlich wie in Regensburg, darauf freue ich mich“, sagte der neue Trainer von Bundesligist FC Augsburg bei seiner Vorstellung am Dienstag.
Sportmanager Manfred Paula nannte Weinzierl, der Jahn Regensburg in die 2. Liga geführt hat und bis 2015 unterschrieb, „mit das beste, was wir kriegen konnten. Er ist in der Lage, ein Kollektiv zu formen und es aufrechtzuhalten. Das wird auch die Zielsetzung für die neue Saison sein, über das Kollektiv erfolgreich zu sein. Dafür ist Weinzierl mit der beste Mann am Markt. Wir sind überzeugt von unserem Trainer, er bringt viele Qualitäten mit.“
Weinzierl ist sich bewusst, dass er als Nachfolger des zurückgetretenen Jos Luhukay, der künftig bei Hertha BSC tätig sein wird, „große Fußstapfen“ auszufüllen hat: „Aber ich traue mir das zu.“ Präsident Walther Seinsch hatte Luhukay vor einem Jahr eine Jobgarantie selbst für den Fall gegeben, dass der „alle 34 Spiele“ verliert. Auf die Frage, was er bei Weinzierl in diesem Fall tun würde, antwortete Seinsch genervt: „Dann werde ich mich selbst entlassen!“
Überhaupt fand die Präsentation des sympathisch-souveränen Weinzierl (37) in angespannter Stimmungslage statt. Seinsch war vor der Aussprache mit den Klubmitgliedern am Abend angespannt. Die Mitglieder machten ihrem Unmut dann auch Luft, die Stimmung war aufgebracht. Doch Seinsch bekam die Lage in den Griff, am Ende gab es Beifall für Weinzierl.
Als Weinzierl vorgestellt wurde, wollte Seinsch über die Vergangenheit nicht sprechen, „aus Respekt vor unserem neuen Trainer“. Den Mitgliedern sagte er mehr: „Wir wollten eigentlich friedlich auseinandergehen. Aber aufgrund der Berichterstattung ist das hochgekocht. Seit Januar hat sich durch verschiedene Umstände angedeutet, dass Luhukay zum Sommer gehen will“, sagte Seinsch und fügte an: „Am Trainer hängt unheimlich viel. Wenn der Trainer am Ende der Saison sagt, er hört auf und ich habe keinen Nachfolger, habe ich ein Problem. Als sich das abzeichnete, habe ich überlegt, wer Jos Luhukay ersetzen könnte.“






