SSV Jahn 10.07.2012, 14:43 Uhr

Jahn spielt nicht in Kelheim

Wegen zu hoher Auflagen hat der SSV Jahn das Kelheimer Freundschaftsspiel gegen Erstligisten Augsburg abgesagt. Die Polizei nennt „Problemfans“ als Grund.

Der FCA und Jahn Regensburg wollten sich am 21. Juli in Kelheim messen. Foto: Archiv

Der FCA und Jahn Regensburg wollten sich am 21. Juli in Kelheim messen. Foto: Archiv

KELHEIM. Das Freundschaftsspiel zwischen dem Jahn Regensburg und dem FC Augsburg findet nicht in Kelheim statt. Wegen zu hoher Sicherheitsauflagen hat Zweitligist Jahn die für 21. Juli geplante Partie gegen den Erstligisten im Kelheimer Städtischen Stadion abgesagt. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben Erkenntnisse, dass von beiden Seiten jeweils zwischen 50 und 100 „Problemfans“ zu erwarten gewesen wären. Aus diesem Grund hätte der SSV Jahn als Veranstalter umfangreiche Sicherheitsvorverkehrungen im Stadion am Rennweg treffen müssen.

Für beide Clubs ein Kräftemessen und für den Jahn zudem eine Möglichkeit, in der Region neue Fans für die nächste Saison zu gewinnen: So war das Spiel gedacht, das am Samstag, 21. Juli, im Städtischen Stadion hätte angepfiffen werden sollen. Daraus wird nun aber nichts: Am Freitag bekam die Stadt Kelheim vom SSV Jahn die Absage mitgeteilt. „Aufwand und Ertrag wären nicht im Verhältnis zueinander gestanden“, begründet Teamkoordinator Harry Gfreiter im MZ-Gespräch. Dieser Resümee zog der Regensburger Zweitligist nach einer Vorbesprechung mit Stadt und Polizei Kelheim am vorigen Donnerstag. „Die Stadt hätte das Spiel schon gerne in Kelheim gehabt – es wäre eine gute Werbung gewesen. Die Polizei hat uns aber im Gespräch übermittelt, dass sie Sicherheitsbedenken hat“, fasst Gfreiter die Besprechung zusammen.

Kelheims Polizeichef Erich Banczyk bestätigt diese Bedenken: Nicht etwa das Spiel selbst oder seine mutmaßliche Attraktivität für die Fußballfans der Region hätten Gefahrenpotenzial – sondern gewaltbereite Fangruppen beider Clubs. Auf Bundes- und Landesebene betreibt die Polizei die „Informationsstellen Fußball“, die über Kontakte in die Fanszene verfügen. Auf diesem Weg habe man erfahren, dass auf Augsburger wie auf Regensburger Seite jeweils zwischen 50 und 100 gewaltgeneigte „Problemfans“ in Kelheim zu erwarten gewesen wären, berichtet Banczyk. Dies ließ bei der örtlichen Polizei die Alarmglocken schrillen, zumal am selben Wochenende auch das 24-Stunden-Rennen durch die Stadt führt.

 

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