SSV Jahn 13.07.2012, 13:54 Uhr

Jahn empfängt den FCB „dahoam“

Im Erstrundenspiel des DFB-Pokals gegen den deutschen Rekordmeister am 20. August bleibt der Regensburger Zweitligist seinem heimischen Stadion treu.

Im Jahnstadion an der Prüfeninger Straße treffen im August der SSV Jahn und der FC Bayern München aufeinander – noch wird gebaut. Foto: dpa

Im Jahnstadion an der Prüfeninger Straße treffen im August der SSV Jahn und der FC Bayern München aufeinander – noch wird gebaut. Foto: dpa

Von Heinz Reichenwallner, MZ

Regensburg. Gute Nachricht für die Fans des SSV Jahn in der Stadt und in der Region: Der Regensburger Fußball-Zweitligist wird für den DFB-Pokalschlager der ersten Runde gegen den FC Bayern München nicht das Jahnstadion gegen das Stadion in Nürnberg eintauschen. Nach dem Motto „Dahoam is dahoam“ steigt der Pokal-Hit gegen den deutschen Rekordmeister und -pokalsieger am 20. August (20.30 Uhr/ARD) unter Verzicht auf erhebliche Mehreinnahmen im städtischen Stadion an der Prüfeninger Straße in Regensburg.

Dort ist Platz für nur rund 12.500 Zuschauer, während die Arena in Nürnberg eine Kapazität von 50.000 aufweist. Dennoch haben sich die Jahn-Verantwortlichen am Freitag „nach langem Abwägen vielfältiger Faktoren“ gegen einen Umzug in die Noris entschieden. „Der SSV Jahn ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Stadt, der Region und seinen Fans bewusst und stolz darauf, die Stadt Regensburg vor einem Millionenpublikum live in der ARD präsentieren zu können. Wir erhoffen uns durch diese Entscheidung einen weiteren Schulterschluss zwischen der Region und dem Verein“, begründet Johannes Baumeister, Finanzgeschäftsführer beim Jahn, den Entschluss. Die Pokalpartie gegen die Bayern sei ein Jahrhundertspiel, meint Sportchef Franz Gerber: „Das muss in Regensburg stattfinden, wenngleich wirtschaftliche Gründe dagegen sprechen.“

DFB-Pokal bringt Geld in die Kassen

Indes ist der DFB-Pokal durchaus noch ertragreich für den Regensburger Zweitligaaufsteiger. Da sein Spiel gegen den FC Bayern live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird, hat der Jahn dem Vernehmen nach knapp 400.000 Euro sicher, die sich aus TV-Einnahmen und der durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vermarkteten Bandenwerbung errechnen. Dazu kommen die Zuschauereinahmen, die sich der Jahn und der FC Bayern nach Abzug der Unkosten teilen müssen.

Apropos Kosten: Im Nürnberger Stadion wären für den Jahn an Miete, Sicherheitspersonal etc. angeblich rund 150.000 Euro fällig geworden. Um die Verluste nach dem Verzicht auf den Umzug ins Easy-Credit-Stadion in Nürnberg einigermaßen in Grenzen zu halten, erhöhen die Regensburger indes die Eintrittspreise (Stehplatz 18 Euro, Sitzplatz unüberdacht 35 Euro, Sitzplatz überdacht 40 Euro) für den Pokal-Knüller im Vergleich zu den Zweitligaspielen. Der Vorverkauf für Mitglieder und Dauerkarteninhaber startet am 23. Juli. Der freie Verkauf beginnt am 30. Juli – natürlich nur nach Verfügbarkeit und solange der Vorrat reicht. Dabei sind die Pokal-Tickets auf zwei Stück pro Person begrenzt.

 

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