SSV Jahn 19.08.2012, 21:35 Uhr

Jahn kann gegen Bayern nur gewinnen

Die Regensburger fühlen sich vor dem Spiel gegen den FC Bayern am Montag sehr wohl. Die Mannschaft von Trainer Corrochano ist heiß auf das Spiel.

Die Mannschaft des SSV Jahn Regensburg (hier von links: Abdenour Amachaibou, Patrick Haag, Jonatan Kotzke, Philipp Ziereis, Christian Rahn und Denis-Danso Weidlich) hatte beim Sieg über den MSV Duisburg Grund zur Freude. Jetzt will sich das Team gegen den FC Bayern teuer verkaufen. Foto: Eibner

Die Mannschaft des SSV Jahn Regensburg (hier von links: Abdenour Amachaibou, Patrick Haag, Jonatan Kotzke, Philipp Ziereis, Christian Rahn und Denis-Danso Weidlich) hatte beim Sieg über den MSV Duisburg Grund zur Freude. Jetzt will sich das Team gegen den FC Bayern teuer verkaufen. Foto: Eibner

Von Heinz Reichenwallner, MZ

REGENSBURG. Der Montag wird einer der heißesten Tage im Jahr beim SSV Jahn – und das nicht nur, weil der Wetterbericht auch für den späten Abend noch an die 30 Grad verspricht. Der Prognose der Meteorologen schließt sich nahtlos die Aussage von Oscar Corrochano an. „Wir sind heiß auf dieses Spiel“, sagt der Trainer des Regensburger Fußball-Zweitligisten. Um 20.30 Uhr (ARD live) tritt der Jahn in der ersten Runde des DFB-Pokals daheim vor vollem Haus gegen den FC Bayern München an.

Die Geschäftsstellen-Mitarbeiter haben für den Pokal-Knüller gegen den deutschen Rekordmeister und -Pokalsieger schon vor Wochen die weiße Fahne gehisst. 12.500 Karten wurden an den Fan gebracht – rien ne va plus (nichts geht mehr), hieß es beizeiten. Das altehrwürdige Jahn-Stadion wird aus allen Nähten platzen und wohl auch zu einem emotionalen Glutofen werden.

Corrochano sieht Feuer im Training

Deshalb gelte es vor allem kühlen Kopf in der Hitze des Gefechtes zu bewahren, findet Corrochano. Das hat er seiner Mannschaft auch eingeimpft und sie in ihrem momentanen Übereifer in der Vorbereitung auf das Spiel sogar ein bisschen bremsen müssen. „Es war Feuer im Training drin“, hat der Coach zufrieden festgestellt und sagte auch warum: „Schließlich geht es um die Kaderplätze.“ Die Rollen vor dem Spiel sind klar verteilt: In der ewig jungen Pokalgeschichte von David gegen Goliath ist der Jahn klarer Außenseiter und der FC Bayern natürlich die große Nummer und ebenso der große Favorit.

„Jeder weiß, dass wir der Underdog sind“, sagt wenig überraschend auch Sportchef Franz Gerber. In der Rolle des krassen Außenseiters fühlen sich die Regensburger indes wohl. Die spieltechnischen Unterschiede, das Plus an Erfahrung und die zweifellose Abgeklärtheit des schier übermächtigen Gegners will der Jahn, der sich am Montag tagsüber in einer Hotelanlage in Bad Gögging in Ruhe auf das Spiel vorbereitet, mit einem couragierten und leidenschaftlichen Auftritt in etwa ausgleichen.

 

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