Jahn-U-23 muss länger zittern als nötig
Erst zwei böse Schnitzer bringen das Dzepina-Team im Hitze-Heimspiel gegen Kottern auf die 4:1-Siegerstraße und in Richtung Tabellen-Mittelfeld.
Da war das Spiel entschieden: Tobias Wiesner trifft zum 3:1. Foto: Brüssel
Regensburg. „Für uns war das ein wichtiger Schritt in Richtung Mittelfeld“, atmete Ilija Dzepina nach dem 4:1 (1:0)-Heimsieg über den TSV Kottern auf. Dessen Trainer Kevin Siegfanz konnte es nach einer unerwartet temporeichen Partie nicht fassen, wie sich seine Mannschaft nach dem Ausgleich noch die Butter vom Brot nehmen ließ. „Das haltbare 2:1 und der Fehler, der zum Konter zum 3:1 führte, haben uns das Genick gebrochen. „Es war ein Sieg der Moral“, freute sich dagegen sein Kollege. „Bei mehr Konsequenz im Abschluss hätten wir uns das zwischenzeitliche Zittern auch ersparen können.“
Bei hochsommerlichen Temperaturen überließ der Gast der heimischen U23 die Initiative und beschränkte sich kräftesparend auf Abwehrarbeit. Damit kamen die Dzepina-Schützlinge, bei denen mit Marius Müller und dem Stürmerduo Benedikt Schmid und Machado de Macedo ein Trio aus dem Zweitliga-Kader Spielpraxis sammeln sollte, zunächst überhaupt nicht zurecht. Zudem erleichterten einige Fehlpässe die Arbeit der nicht immer sicheren TSV-Abwehr. Die fing einen Müller-Direktschuss nach Eckball von Christian Bauer (11.) ab. Ein Freistoß von Sinan Yilmaz, den Denis Hoffmann abfälschte (16.), blieb die einzige Chance der Gäste vor der Pause.
Ein knapp verfehlender Fallrückzieher von Machado und ein Schrägschuss von Müller waren die wenigen Höhepunkte vor dem dennoch verdienten Führungstor der Hausherren: Kapitän Bauer spielte nach Idealpass von Alexander Kurz (36.) auch noch Torwart Martin Gruber aus. Ganz offensichtlich hatte bei Siegfanz die Überzeugung durchgesetzt, dass gegen die nicht sattelfeste Jahn-Abwehr etwas zu bewegen wäre. Nach Heber von Sinan Yilmaz (51.) brachte Jahnkeeper Armin Pillmeier gerade noch die Fingerspitzen ans Leder. Beim anschließenden Eckball zielte Tobias Hänsle knapp drüber und dann musste Pillmeier (57.) gegen den frei vor ihm auftauchenden Maximilian Wuttge Kopf und Kragen riskieren.
Nach einem weit verfehlenden Schuss des gerade eingewechselten Tobias Wiesner (60.) ordnete Schiedsrichter Dennis Kraus eine Trinkpause an, die Kottern offensichtlich besser bekam – und das nötige Zielwasser brachte. Weil sich gar niemand um Denis Hoffmann kümmern wollte, hielt der aus 25 Meter einfach drauf. Das Leder fand von der Lattenunterkante (64.) den Weg zum da verdienten Ausgleich.

