SSV Jahn 11.09.2012, 21:44 Uhr

Jahn setzt auf jugendlichen Elan

Beim Duell gegen den Tabellenführer müssen Regensburgs Youngsters in Braunschweig kühlen Kopf bewahren. Corrochano glaubt an seine Jung-Profis.

Marco Djuricin (vorne) ist einer der Regensburger Mittelfeldspieler, der noch nicht über viel Zweitliga-Erfahrung verfügt. Foto: Brüssel

Marco Djuricin (vorne) ist einer der Regensburger Mittelfeldspieler, der noch nicht über viel Zweitliga-Erfahrung verfügt. Foto: Brüssel

Von Heinz Reichenwallner, MZ

REGENSBURG. Es ist noch nicht viel angebrannt an den ersten vier Spieltagen. Drei Punkte nach dem strammen Auftaktprogramm mit dem Sieg gegen Duisburg (2:0) und knappen Niederlagen bei den hoch gehandelten Teams des TSV 1860 München (0:1) und Hertha BSC Berlin (1:2) sowie zuhause gegen Bochum (0:1). Das braucht die Welt des Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg nicht zu erschüttern. Und dennoch ist es an der Zeit, sich Gedanken zu machen – gerade vor der Partie bei Spitzenreiter Braunschweig: Das Eintracht-Stadion werden am Samstag (Anstoß 13 Uhr) wohl wieder so um die 20.000 Zuschauern bevölkern, die ihre Mannschaft lautstark und leidenschaftlich unterstützen.

Für gewöhnlich vertrauen Trainer an solch emotionaler Stätte auf erfahrene Profis, die in der Hitze des Gefechtes kühlen Kopf bewahren. Der SSV Jahn, als Aufsteiger im Gegensatz zu den Gastgebern „nur“ den Klassenerhalt im Sinn, indes will mit jugendlichem Elan bei der haushoch favorisierten Eintracht bestehen.

Ein blutjunges Mittelfeld

Im Mittelfeld wird Coach Oscar Corrochano wohl gleich fünf Spieler positionieren müssen, deren Erfahrungen mit einem solchen Hexenkessel in der 2. Liga fast auf null tendieren: Jonatan Kotzke (22 Jahre alt), Oliver Hein (22) gemeinsam auf der Doppelsechs, Jim-Patrick Müller (rechts, 23), Julian Wießmeier (zentral, 19) und Marco Djuricin (links, 19) im offensiven Mittelfeld. Zweitligaeinsätze insgesamt: 19, Djuricin davon alleine zehn.

Selten hat sich im Bundesligaunterhaus ein so blutjunges Mittelfeld (Altersdurchschnitt: 21 Jahre) beweisen sollen. Zwar baut der Jahn analog der Personalpolitik von Sportchef Franz Gerber bewusst auf den Nachwuchs, aber die juvenile Ausrichtung im Mittelfeld ist eher mangelnden Alternativen geschuldet. Denis-Danso Weidlich (26) und Mario Neunaber (30) sind nicht gesetzt, Thomas Kurz (24, Knöchelbruch) kann nicht, Romain Dedola (23) darf nicht, Abdenour Amachiabou (25) sitzt auf der Bank, ebenso Tim Erfen (29). Als weitere Alternativen stehen mit Patrick Haag (22), Marius Müller (21) und Markus Smarzoch (22) wiederum nur Jungprofis parat.

 

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