SSV Jahn 25.09.2012, 19:27 Uhr

SSV Jahn siegt in letzter Minute

Der Regensburger Zweitligist hat sich drei heißersehnte Punkte geholt. In der 90. Minute schoß Julian Wießmeier die Oberpfälzer zum 2:1 (1:1)-Sieg.

Der SSV Jahn Regensburg jubelt über den Siegtreffer von Julian Wießmeier. Foto: Eibner

Der SSV Jahn Regensburg jubelt über den Siegtreffer von Julian Wießmeier. Foto: Eibner

Von Heinz Reichenwallner und Heinz Gläser, MZ

Sandhausen. Die Jahn-Profis feierten im strömenden Regen ausgelassen ihren späten Coup: Der Regensburger Fußball-Zweitligist hat die Serie seiner knappen Niederlagen beendet und am siebten Spieltag den zweiten Saisonsieg verbucht. Beim Mitaufsteiger SV Sandhausen kam die Mannschaft von Trainer Oscar Corrochano am Dienstagabend zu einem glücklichen, aber nicht unverdienten 2:1 (1:1)-Erfolg.

Innenverteidiger Marco Pischorn (37.) hatte die Gastgeber per Kopf in Führung gebracht, Jim-Patrick Müller glich ebenfalls per Kopf aus (45.+1). Der Siegtreffer gelang Julian Wießmeier in der 90. Minute mit einem Distanzschuss. Nach dem ersten Auswärtssieg kann der SSV Jahn aufatmen, für Sandhausen war es die erste Heimpleite der Saison. Mit sechs Punkten verbesserten sich die Regensburger vorübergehend auf den elften Platz und überflügelten die Gastgeber, die ebenfalls sechs Zähler aufweisen.

Corrochano „rundum zufrieden“

„Ich bin rundum zufrieden. Was die Mannschaft heute geleistet hat, war super“, sagte Corrochano und fügte hinzu: „Vor allem freut’s mich für Michael Hofmann, der uns die Punkte gerettet hat.“ Sandhausens Coach Gerd Dais bilanzierte: „Wir hatten uns nach dem 0:3 in Paderborn viel vorgenommen, aber unser Spiel war auch nach der Führung von Nervosität geprägt.“

Corrochano hatte die erwartete Formation aufgeboten, also auch Routinier Hofmann, der nach seinem Lapsus beim 0:1 am Samstag gegen Cottbus im ersten Frust Rücktrittsgedanken geäußert hatte. Bei zunächst guten Bedingungen ging es für die Regensburger auch darum, ihre Torflaute zu beenden. Bei Spielbeginn waren seit dem Treffer von Francky Sembolo beim 1:2 bei Hertha BSC am dritten Spieltag bereits 303 Minuten verstrichen.

Dais sah sich schon nach sieben Minuten zu einer Umstellung gezwungen. Für Julian Schauerte (Verdacht auf Kreuzbandriss) kam Kim Falkenberg. Viele Fehlpässe und Nervosität auf beiden Seiten prägten die Anfangsphase. Der SSV Jahn stand defensiv sehr stabil und kombinierte im Mittelfeld durchaus gefällig, doch waren die gravierenden Defizite beim Anspiel in die Spitze erneut unübersehbar.


 

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