Regionale Sportnachrichten 18.07.2008, 18:44 Uhr

Laudehr: „Ich wusste früh, was ich will“

Die Regensburger Fußball-Weltmeisterin greift bei den Olympischen Spielen nach Gold. Im MZ-Interview spricht sie über ihren Willen, Fan-Wünsche und ihren Waschbrettbauch.

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Simone Laudehr im Gespräch mit MZ-Sportchef Gerd Schneider in der Sportschule Oberhaching. Foto: privat

Simone Laudehr im Gespräch mit MZ-Sportchef Gerd Schneider in der Sportschule Oberhaching. Foto: privat

Am Donnerstag haben Sie mit der Nationalmannschaft gegen England in München gespielt, an Ihrer alten Wirkungsstätte und nicht allzu weit weg von Ihrer Heimat. War das für Sie auch eine Begegnung mit Ihrer Vergangenheit?

Simone Laudehr: Da kommen schon Erinnerungen hoch, schöne und weniger schöne. Wenn ich in Bayern bin, ist das immer etwas Besonderes. Freunde waren da, meine Eltern konnten zugucken, die waren natürlich furchtbar stolz. Trotzdem beschäftige ich mich gerade nicht so mit der Vergangenheit, sondern mit dem, was kommt – vor allem mit Olympia.

Sie fahren zu den Spielen nach Peking, sind Weltmeisterin und Junioren-Weltmeisterin, Sie spielen bei einem Spitzenklub in der Bundesliga und gelten insgesamt als kommende Figur des deutschen Frauenfußballs. Wird es Ihnen da mitunter schwindelig?

Simone Laudehr: Ich habe sehr dafür gekämpft, diese Ziele zu erreichen. Ich wollte schon immer in die A-Nationalmannschaft. Klar, am Anfang, als ich beim SC Regensburg war, waren das eher noch Träume. Dann kam das Angebot von Bayern München, in die Bundesliga zu gehen, und da bin ich diesem Ziel schon ein Stück näher gekommen. Dann die U 19, der Wechsel nach Duisburg, dort habe ich mich als Fußballerin sehr viel weiterentwickelt. Und dann ging alles ganz schnell: Auf einmal war ich in der Nationalmannschaft, und bei der WM letztes Jahr bin ich mitaufgesprungen ...

... zum Glück für die Nationalelf. Sie haben eine sensationelle WM gespielt und im Finale gegen Brasilien das 2:0 erzielt.

Simone Laudehr: Ich wollte bei der WM unbedingt ein Tor machen, vielleicht habe ich mir das fürs Finale aufgespart. Ich wollte meine Leistung krönen. Und jetzt ist mein nächster Schritt Olympia. Dort möchte ich unbedingt eine Medaille holen. Nicht irgendeine Medaille, sondern Gold.

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