Regionale Sportnachrichten 11.06.2012, 22:59 Uhr

Ukraine startet mit Triumph in die EM

Zwei Tore in sieben Minuten: Der Ukrainer Andrej Schewtschenko beschert dem Co-Gastgeberland am Montag einen 2:1-Sieg im Auftaktspiel gegen Schweden. England und Frankreich trennen sich mit einem glanzlosen 1:1.

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Andrej Schewtschenko sorgte für einen triumphalen Start seines Landes in die Europameisterschaft. Foto: afp

Andrej Schewtschenko sorgte für einen triumphalen Start seines Landes in die Europameisterschaft. Foto: afp

Kiew. Andrej Schewtschenko hat EM-Gastgeber Ukraine einen perfekten Start ins Heimturnier beschert. Der Stürmer-Oldie erzielte am Montagabend beim 2:1 (0:0)-Sieg gegen Schweden in der 55. und 62. Minute beide Treffer. Schwedens Fußball-Nationalmannschaft war durch ein Tor von Zlatan Ibrahimovic (52. Minute) vor 64.219 Zuschauern im Olympiastadion von Kiew in Führung gegangen. Für die Ukraine war es der erste EM-Sieg überhaupt. Zuvor hatten sich Frankreich und England in Donezk 1:1 getrennt. Die Ukraine übernahm damit nach dem ersten Spieltag die Tabellenführung in der Gruppe D.

Die Ukrainer waren in der erst im zweiten Durchgang attraktiven Partie die klar bessere Mannschaft. Neben dem routinierten Schewtschenko, dem viele nicht einmal den Sprung in den ukrainischen EM-Kader zugetraut hatten, setzte Trainer Oleg Blochin im Angriff auf die Qualitäten von Ex-Bundesligaprofi Andrej Woronin. Der frühere Leverkusener, inzwischen Sturmpartner von Kevin Kuranyi bei Dynamo Moskau, trat erstmals ohne seinen charakteristischen Zopf und mit kurzen Haaren auf. „Das soll auch optisch zeigen, dass wir alles geben und zum Kampf bereit sind“, meinte er vor der Partie. Vor dem letzten Test in Ingolstadt sei man vergiftet worden, „heute wollen wir selbst giftig sein“, versprach Bayern-Profi Anatoli Timoschtschuk.

Doch gegen die robusten Skandinavier reichte Einsatzwillen allein zunächst nicht aus. Den Hausherren fehlten eine Halbzeit lang die Mittel, um sich gegen die sattelfeste Defensive der Gäste wirkungsvoll in Szene setzen zu können. Wie man mit einfachen Mitteln eine Abwehr in Bedrängnis bringen kann, zeigte auf der anderen Seite Ibrahimovic. Der Star vom AC Mailand, von Coach Erik Hamren als Ballverteiler hinter der einzigen Spitze Markus Rosenberg aufgeboten, bewies in seiner Rolle Übersicht und Spielverständnis. In der 39. Minute hatte Ibrahimovic mit einem Kopfball an den Pfosten Pech.

Schewtschenko: Der König von Kiew

Die Stimmung auf den Rängen bei sommerlichen 25 Grad war bestens. Vereinzelt äußerte sich auch politischer Protest für die in Haft erkrankte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko: Einige Zuschauer trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Free Yulia“.

 

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