Bauchfett gefährdet die Herzgesundheit
Wenn sich an der Körpermitte allzu viel Speck ansammelt, ist Vorsicht geboten. Ein dicker Bauch kann die Gesundheit belasten.
Wer leicht am Bauch zunimmt, sollte der Gesundheit zuliebe auf die Ernährung achten. Foto: Ralf Hirschberger
Dinslaken. Ein dicker Bauch oder Speckrollen in der Körpermitte sind nicht nur unschön, sie gefährden auch die Gesundheit. Jost Henner Wirtz vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. warnt: „Es gibt viele Hinweise dafür, dass sich die Zellen des Bauchfetts mittels eigener Hormone aktiv in den Stoffwechsel einklinken und damit Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Arterienverkalkung begünstigen und beeinflussen.“
Der Einfluss sei so stark, dass Mediziner mittlerweile dazu neigen, Bauchfett wie ein eigenständiges hormonaktives Organ zu betrachten, sagt der Kardiologe aus Dinslaken. Menschen, die dazu neigen, besonders an Bauch und Hüfte zuzunehmen, sollten deshalb frühzeitig mit einer bewussten Ernährung und Sport gegensteuern. Der Experte nennt die Grenzwerte: „Frauen müssen bei einem Bauchumfang von über 80 cm und Männer bei 94 cm mit dem gehäuften Auftreten von Erkrankungen rechnen.“ Ab 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern bestünde sogar ein deutlich erhöhtes Risiko.
Wirtz rät, morgens vor dem Frühstück in nüchternem Zustand zu messen: „Setzen Sie das Bandmaß in Höhe des Bauchnabels an und legen sie es einmal waagerecht um den Körper.“

