Aufgetischt - gut zu wissen 27.04.2012, 12:33 Uhr

Auf diesem Hof schließt sich der Kreis

Ruth und Franz Graf bringen die Wünsche der Natur und die Wünsche der Kunden miteinander in Einklang. Davon profitieren beide Seiten.


        Thomas Kellermann (r.) mit Ruth und Franz Graf auf ihrem Bauernhof

Thomas Kellermann (r.) mit Ruth und Franz Graf auf ihrem Bauernhof

Von Angelika Sauerer, MZ

Immer wieder zwischendurch gibt es solche Momente: Ruth Graf schaut aus dem Küchenfenster, sieht ihre zwei grauen Milchkühe auf der Weide liegen und friedlich wiederkäuen. Sanft wellen sich die Wiesen und Felder, der Wald steht still dahinter und rahmt das Bild mit seinem dunklen Grün. „Da fühle ich, wir haben alles richtig gemacht.“

Käserei und Hofladen

Seit 2001 bewirtschaftet ihre Familie den „Kollerhof“ – er heißt so nach den Eltern von Ruth Graf. Auf dem nach ökologischen Richtlinien geführten Betrieb im Schwaighauser Forst, wenige Kilometer hinter Lappersdorf, haben sie mit ein paar Milchschafen angefangen. Mittlerweile zählen rund 60 Schafe, zehn Ziegen, zwei Kühe und zehn Schweine samt ihrem jeweiligen Nachwuchs zu den Mitarbeitern. Auf dem Hof in Kareth, den die Kollers seit den 70er Jahren im Nebenerwerb betrieben haben, sind die 100 Legehennen untergebracht und der Hofladen. Die Käserei befindet sich auf dem Bauernhof in Schwaighausen.

Von klein auf war für Ruth klar, dass sie in die Landwirtschaft gehen möchte. „Ich bin damit aufgewachsen, das hat mir immer gefallen“, sagt sie. Sie studierte Agrarwissenschaften, genau wie ihr Mann, Franz Graf. Er war vorher Verwalter auf dem Gut des Grafen Walderdorff in Hauzenstein. Dort absolvierte Ruth ihr Praxissemester und dabei haben sich die beiden kennengelernt.

Das Wissen isst mit

Bei der Entwicklung ihres landwirtschaftlichen Betriebs lassen sie sich von zwei grundlegenden Dingen leiten: einerseits von den Wünschen der Kunden und andererseits von den Wünschen der Natur – das ist ihre Philosophie. Und wenn man es genau nimmt, decken sich die Wünsche sogar. Man kann es auch so formulieren: Das Wissen darüber, wie die Produkte hergestellt wurden, isst mit.


 

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