Aufgetischt - gut zu wissen 29.05.2012, 11:33 Uhr

Ein Streifzug durch die italienische Küche

Mit viel Kräutern, unterschiedlichem Gemüse und verschiedenen Fleischsorten bringt man Abwechslung auf den Tisch.


        In Italien kommt nicht nur Pizza auf den Tisch. Die kulinarische Vielfalt ist bemerkenswert.

In Italien kommt nicht nur Pizza auf den Tisch. Die kulinarische Vielfalt ist bemerkenswert.

Stuttgart/München. Italien ist das Land der Genießer. „Kochen ist ein wichtiger Bestandteil der italienischen Mentalität“, sagt Küchenchef Sante de Santis. Der gebürtigen Römer, bekannt zum Beispiel aus der Kochsendung „Kochduell“, hat schon bei seiner Großmutter aufmerksam in die Töpfe geschaut. Den Gästen in seinem Stuttgarter Restaurant „San Pietro“ serviert de Santis zum Beispiel Ossobuco vom Lamm, hauchdünne Pizza mit Kartoffeln und Rosmarin, Penne mit Radicchiocreme oder Doradenfilets mit kandierten Zitronen.

Eine Voraussetzung für gelungene Gerichte sind laut de Santis frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel. „Diese Einstellung ist Teil der italienischen DNA“, sagt der Autor des Kochbuchs „La mia cucina“. Seine Mutter sei früher – so wie er heute – täglich auf den Markt gegangen. Ihre einfachen, aber köstlichen Rezepte schätzt de Santis bis heute sehr. Dazu zählen zum Beispiel Krabben mit Rucola, frittiertes Brokkoligemüse, Rigatoni mit Fleischbällchen, geschmorte rote Zwiebeln oder Quittentarte. „Als Koch hat man die Aufgabe, diese wunderbaren, alte Rezepte kundig in die moderne Zeit zu übertragen“, sagt de Santis.

Auf Kräuter und Gewürze kommt es an

Bei jeder Variante der italienischen Küche, ob einfach oder edel, komme der Würzung eine besondere Rolle zu. „Die richtige Kombination ist so, als würde man einen Akkord spielen“, beschreibt der Küchenchef. Besonders Knoblauch sei in Italien ein hoch geschätztes Gewürz für Gemüse, Fleisch, Meerestiere und Fisch. Ebenso wichtig seien frische Kräuter wie Thymian, Basilikum, Rosmarin, Zitronenmelisse oder Minze. „Minze schmeckt herrlich zu Spargel, Artischocken oder Zucchini“, sagt de Santis. Ein Genuss sei auch eine gegrillte Dorade mit Minze und frischem Rosmarin. „Unverzichtbar ist natürlich auch Olivenöl“, sagt de Santis. Es sei quasi die Essenz der italienischen Küche.


 

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