Aufgetischt Rezepte 02.04.2011, 00:00 Uhr

Apfelauflauf auf die englische Art

Der Crumble ist ein Kuchen ohne Boden für alle, die wenig Zeit zum Backen haben. Und die, die es gern unkompliziert haben.

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Von Lisa Kräher, MZ

Der Crumble wurde einst erfunden, als Mehl, Zucker und Butter in Großbritannien knapp waren. Da ließ man beim Obstkuchen einfach mal den Teigboden weg. Heute herrscht auf der Insel zwar keine Lebensmittelknappheit mehr, doch der warme Fruchtauflauf ist immer noch sehr beliebt. Wahrscheinlich weil ihn Küchen-Popstars wie Jamie Oliver (der Tim Mälzer Englands) in ihren hippen Kochbüchern anpreisen. Oder vielleicht auch, weil heute ein anderes Gut sehr knapp ist: die Zeit. Denn viel Zeit braucht man bei der Zubereitung eines Crumbles wirklich nicht.

Die Früchtchen kann man sich je nach Geschmack und Saison aussuchen. Mehl, Zucker, Butter und Saft – alles, was man so noch braucht – hat man meist eh’ im Haushalt. Die Standard-Version des Crumbles ist der warme Apfelauflauf.

Und so geht’s: Die Äpfel waschen und in Würfel schneiden. Wer mag, kann die Äpfel auch schälen, das muss aber nicht sein. Für den Auflauf eignen sich vor allem Apfelsorten, die eher sauer sind – wie zum Beispiel Boskop. Bevor die Apfelstückchen in der Auflaufform landen, diese ein bisschen mit Butter ausfetten, damit die Äpfel später nicht zu sehr ankleben. Anschließend die Äpfel mit Zimt bestäuben, zuckern und die zwei Esslöffel Mehl untermischen. Das Mehl sogt dafür, dass der Auflauf im Backofen etwas eindickt. Danach den Saft über die Äpfel geben.

Für die Streusel Butter, Mehl und Zucker in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis sich große und kleine Klümpchen bilden. Die Streusel über die Äpfel geben und ab in den Ofen. Wer mag, kann zuvor noch ein paar Flöckchen Butter über die Äpfel geben. Bei circa 180 Grad bleibt der Auflauf dort etwa 40 Minuten. Den Auflauf kann man sowohl warm als auch kalt servieren. Dazu passt Vanillesoße oder Vanille-Eis.

Den Crumble kann man zum Beispiel auch mit Brombeeren zubereiten. Ebenso funktioniert’s mit Birnen oder Zwetschgen. Doch die Herbstfrüchtchen haben noch ein bisschen Zeit. Bald, wenn das Aprilwetter vorbei ist und der Sommer kommt, dann machen Sie Ihren Crumble doch zum Beispiel mit Rhabarber aus dem eigenen Garten.


 

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