Aufgetischt Rezepte 08.07.2011, 13:00 Uhr

Aus dem Wasser auf den Grill

Wer eine leckere Dorade essen will, muss nicht mehr tun, als sie früh genug beim Fischhändler zu reservieren. Der Rest geht fast von selbst.

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Für Ungeübte kein Problem: Die Dorade lässt sich leicht filetieren.

Für Ungeübte kein Problem: Die Dorade lässt sich leicht filetieren.

Von Lisa Kräher, MZ

Wer sagt, Fisch sei zu kompliziert zuzubereiten, der hat bei der Dorade keine Ausrede. Denn das Tier, das vor allem im Mittelmeerraum sehr gerne auf den Grill kommt, schmeckt allein schon, wenn man es nur mit Salz, Pfeffer und Zitrone würzt. Wer Angst hat, ihm könnte eine gemeine Gräte im Hals stecken bleiben, der kann durchatmen: Denn das weiße, feste Fleisch der Dorade löst sich fast von selbst vom Rückgrat. Was man im Vorfeld der Zubereitung beachten sollte: Rufen Sie früh genüg beim Fischhändler Ihres Vertrauens an. Denn wer nach Feierabend noch schnell einkaufen möchte, findet oft nur noch ein paar Lachssteaks in der Fischtheke. Die kleinsten Doraden wiegen meist rund 300 Gramm. Der Großteil der Fischhändler verkauft den Fisch bereits ausgenommen.

Zuhause schneiden Sie nun die Zitrone in feine Scheiben und halbieren diese. Dazu ein paar Oliven vierteln und Knoblauch stückeln. Stopfen Sie das alles in die Dorade und würzen sie den Fisch anschließend mit Meersalz und grobem, schwarzem Pfeffer. Der Fisch ist nun bereit für den Grill.

Weil es sein kann, dass Teile der Füllung rauspurzeln oder die zarte Dorade womöglich ein bisschen zerfällt, empfiehlt es sich, den Fisch in eine Alu-Grill Schale zu legen. Dann fällt nichts in die Glut. Vorsicht: Wer meint, die Schale mit Öl fetten zu müssen, sollte vorsichtig sein und nicht zu viel verwenden. Denn wenn das Öl in die Glut tropft, dann steht vielleicht nicht nur die Dorade in Flammen, sondern auch Ihr Balkon. 20 bis 30 Minuten kann die Dorade nun auf dem Grill liegen bleiben, zwei bis drei Mal sollte man sie dabei wenden.

Fertig gegrillt ist der Fisch, wenn das Fleisch fest ist und sich leicht löst. Da der Fisch sehr sättigt, passt dazu ein leichter Salat – zum Beispiel auf die griechische Art. Dazu einfach Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Paprika in grobe Stücke schneiden. Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer und Oregano darüber – fertig. Schenken Sie sich ein Glas Weißwein ein und stellen Sie sich vor, die Donau, die Naab oder der Regen – welcher Fluss auch immer in Ihrer Nähe ist – wäre das Meer. Dann schmeckt’s noch besser.


 

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