So kommt der Kaktus auf den Teller
Nopalitos heißen die essbaren jungen Triebe der Opuntien. Wie gut sie sich als Gemüse eignen, zeigt dieses mexikanische Gericht.
Wenn man an „Kaktus“ und „essen“ denkt, fallen einem zuerst Kaktusfeigen ein. Dass man aber auch die grünen Triebe essen kann, auf denen die stacheligen Früchte wachsen, war mir neu. Opuntia ficus-indica heißt der Feigenkaktus mit wissenschaftlichem Namen, die spanische Bezeichnung ist Nopal. Die zarten, jungen Triebe, die in Mexiko als Gemüse gegessen werden, heißen dementsprechend Nopalitos.
Ein Kaktusrezept ist auf der Internetseite kochbar.de schnell gefunden: Rindfleisch mit Kaktussprossen von Nutzer imhbach. Die geforderten Zutaten – neben den Nopalitos noch Tomatillos, sogenannte „grüne Tomaten“ – aufzutreiben, ist allerdings nicht so einfach. In mehreren Geschäften ernte ich auf meine Frage nur Kopfschütteln. Wiederum schafft das Internet Abhilfe: Bei La Tortilla, einem Händler für mexikanische Lebensmittel in Unterschleißheim, kann man Nopalitos und Tomatillos in Dosen bestellen – zwei Tage später stehen sie in meiner Küche.
Die Zubereitung ist etwas zeitaufwendig, aber einfach: Zunächst das Rindfleisch in Würfel schneiden und portionsweise im Schweineschmalz anbraten. Warm stellen, dann Zwiebel und Knoblauchzehen fein hacken und im selben Fett golden braten. Das Fleisch wieder in den Topf geben und die abgetropften Nopalitos dazugeben. Die Tomatillos vierteln und mit dem Saft in den Topf geben. Mit der Rinderbrühe auffüllen und vier Esslöffel Tomatenmark unterrühren. Das Ganze zum Kochen bringen und dann bei geringer Hitze etwa anderthalb Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist.
In der Zwischenzeit in einem zweiten Topf das Öl erhitzen und die fein gehackte Zwiebel und Knoblauchzehe anbraten. Dann den Reis dazugeben und diesen ebenfalls kurz anrösten. Wasser, passierte Tomaten und die klein gehackte Paprikaschote dazugeben. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Chilipulver würzen und unter gelegentlichem Umrühren etwa 20 Minuten schmoren lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat und gar ist. Je nach Geschmack noch eine Dose Texas- oder Mexiko-Mix unter den fertigen Reis mischen. Heiß servieren!





