Haus & Garten 05.04.2012, 12:17 Uhr

Hecken locken Singvögel an

Heimische Vögel finden in Hecken Unterschlupf, können Nester bauen, und im Winter ernähren sie sich von den Beeren.


        Im Frühjahr singt der Buchfink besonders laut und deutlich: Das Konzert kann man mit der richtigen Bepflanzung in den Garten holen.
        Foto: NABU/F. Hecker

Im Frühjahr singt der Buchfink besonders laut und deutlich: Das Konzert kann man mit der richtigen Bepflanzung in den Garten holen. Foto: NABU/F. Hecker

Münster. Im Frühling und Sommer kann man ihren Konzerten lauschen: Singvögeln wie Amsel, Rotkehlchen, Singdrossel und Co. bereichern einen Garten. Doch allzu oft sind die Bedingungen alles andere als einladend für die Tiere. Inmitten von akkurat geschnittenen Hecken finden sie nur wenig Nahrung, Unterschlupf oder Brutraum.

Eine Singvogelhecke kann ein erster Schritt zu einem naturnahen und tierfreundlicheren Garten sein. Darunter versteht man freiwachsende, früchtetragende Hecken aus heimischen Pflanzen, die den Vögeln eine gute Nahrungsgrundlage bieten. „Zum einen, weil die Blüten Insekten anziehen, die von den Vögeln gefressen werden. Aber auch, weil die Früchte noch lange in den Winter hinein am Strauch hängen und die Vögel versorgen“, erklärt Melanie Wiethölter, Gärtnerin im Botanischen Garten der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Im dichten Geäst finden Vögel außerdem Platz zum Nisten und Brüten.

Eine Singvogelhecke hat zwar einen hohen Platzbedarf, mit der richtigen Pflanzenwahl lässt sie sich jedoch auch in kleineren Gärten realisieren. „Die Dimensionen sollten schon vorab gut geplant werden, denn Vogelhecken werden möglichst wenig bis gar nicht beschnitten und können daher schnell groß werden“, sagt Wiethölter.

Für kleinere Grundstücke empfiehlt sie deshalb neben der Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum) auch die Kartoffelrose (Rosa rugosa) oder den Fingerstrauch (Potentilla). Aber auch die Berberitze bietet sich für kleinere Gärten an. „Der Vorteil dieses Strauches ist, dass die Stacheln den Vögeln Schutz vor Feinden wie etwa Katzen bieten“, sagt Melanie Wiethölter. Die Gartenexpertin rät, generell den Boden vor der Pflanzung aller Sträucher tiefgründig zu lockern, denn nach der Durchwurzelung sei das nicht mehr möglich.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo