Schädlinge an Buchsbäumen erkennen
Der aus Ostasien eingeschleppte Buchsbaumzünsler kann erheblichen Schaden anrichten – bis zum Absterben der Bäumchen.
Um Schädlinge an Buchsbäumchen rechtzeitig zu entdecken, sollte man die Pflanzen regelmäßig durchsuchen. Foto: BGL/dpa/tmn
Karlsruhe. Um den Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis) einzudämmen, sollten Gartenbesitzer einen möglichen Befall ihrer Buchsbäume sorgfältig überwachen, warnt das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg. Die in Deutschland vorherrschende Buchsbaumart „Buxus sempervirens“ sei stark durch den aus Ostasien eingeschleppten Schädling gefährdet. Nach der Überwinterung an Gespinsten zwischen den Blättern oder aber in Buchsnähe zeige der Schädling je nach Witterung spätestens ab April erste Fraßaktivitäten.
Raupen sind gut getarnt
Leichter oder starker Fraß an den Blättern und später an der Rinde sowie das komplette Absterben der Pflanzen seien das typische Werk des Zünslers. Ein deutliches Anzeichen für den Schädlingsbefall seien hellbeige gefärbte Blätter. Teilweise ließen die Raupen nur noch die Blattrippen oder den Stiel übrig. Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind gelbgrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel. Da diese somit sehr gut getarnt seien, solle man am besten auf befressene Blätter und grüne Kotkrümel achten, die in den Gespinsten an der Pflanze hängen.
Buchsbäume regelmäßig absuchen
Um gegen den Schädling vorzugehen, sollten Hobbygärtner den Buchsbaum während der gesamten Vegetationsperiode regelmäßig und sorgfältig absuchen, Gespinste herausschneiden und die Raupen absammeln und vernichten. Denn die ersten Raupenstadien, die zwischen den zusammengesponnenen Blättern und Trieben fressen, seien chemisch nur schwer zu bekämpfen. Gegen die später frei fressenden jungen Raupen könnten dann verschiedene Schädlingsmittel eingesetzt werden: Damit diese gut wirkten, müssten die gesamten Buchspflanzen gleichmäßig benetzt werden – vor allem im Inneren der Büsche.
Rechtzeitig zurückschneiden kann helfen
Die Weibchen des Falters legten ihre linsenförmigen Eier gezielt auf Buchsbäumen ab - und zwar in der Regel an die äußeren Blätter. Von dort suchten später die jungen Raupen das Pflanzeninnere auf. Werde der Buchs jährlich etwa zehn Tage nach Erscheinen der Falter des Buchsbaumzünslers zurückgeschnitten, könnten die abgelegten Eier beziehungsweise frisch geschlüpften Raupen so größtenteils entfernt werden. Der Rückschnitt sollte in gut verschlossenen Plastiksäcken über den Restmüll entsorgt werden, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern.
Eine Ausrottung des Buchsbaumzünslers sei kaum mehr möglich, meinen die Experten des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums. In Deutschland müsse mit mindestens zwei Generationen pro Jahr gerechnet werden – in wärmeren Gegenden mit drei Generationen.

