Haus und Garten 26.04.2012, 19:21 Uhr

Pflegeleichter Kräuterrasen statt Wimbledon-Grün

Wenig genutzte Flächen in sonnigen Lagen kann man mit trittverträglichen Pflanzen ansprechend gestalten

Bonn. Mit speziellen Gras-Kräutermischungen aus langsam und wenig aggressiv wachsenden Gräserarten sowie einem bestimmten Kräuteranteil lässt sich im Hausgarten ein niedrig bleibender, bunter Rasen anlegen.

Solche Saatmischungen für Kräuterrasen enthielten Kräuter, welche die erforderlichen vier bis sechs Rasenschnitte im Jahr gut vertragen, informiert die Deutsche Rasengesellschaft. Zu den gut trittverträglichen Kräutern gehörten etwa Schafgarbe, Gänseblümchen und Mittlerer Wegerich. Aber auch die Kleine Braunelle, Herbstlöwenzahn und Knolliger Hahnenfuß eigneten sich für den Trittrasen.

Dabei deckten die Blühpflanzen, in ihren unterschiedlichen Farben nahezu die gesamte Vegetationszeit ab – und das sei bereits im Frühjahr sehr ansprechend. Je nachdem, wie oft der Kräuterrasen geschnitten werde, habe er eher einen Rasen- oder einen Wiesencharakter. Ein Kräuterrasen sei eingeschränkt belastbar, bei häufigem Betreten würden jedoch mittelfristig nur einige Kräuter überleben, die auch bei häufigem Mähen noch zur Blüte kommen: Gänseblümchen und Wegerich zum Beispiel. Je seltener der Rasen gemäht, betreten und gedüngt werde, desto größer sei die Artenvielfalt. Vom Standort her eigne sich ein Kräuterrasen eher für trockene Flächen. Der Rasen sollte zudem nicht allzu schattig liegen. Für die Aussaat biete sich vor allem das zeitige Frühjahr oder der Herbst an. Wie bei der klassischen Rasen-Ansaat wird auch beim Kräuterrasen zunächst der Boden gelockert, grobe Pflanzenreste und Steine sowie Unebenheiten werden entfernt. Nach der Aussaat sollte die frische Kräuterrasenfläche etwa zwei Wochen lang feucht gehalten werden. (dpad)


 

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