Haus und Garten 03.05.2012, 11:45 Uhr

Gemeinsam mit Kindern gärtnern

Gemüse zum Ernten, ein Beet zum Gießen und Harken, Gehölz für eine Spielhöhle: Kinder können an der Gartenarbeit teilhaben.


        Kinder im Schulalter können schon selbstständig ein eigenes Beet betreuen - und auch entscheiden, was darin angebaut wird.

Kinder im Schulalter können schon selbstständig ein eigenes Beet betreuen - und auch entscheiden, was darin angebaut wird.

Recklinghausen. Ein Haus mit eigenem Garten ist für viele junge Familien ein bevorzugtes Wohnmodell - auch, weil sie ihren Kindern Freiräume ermöglichen und bewussten Umgang mit der Natur vermitteln möchten. Dazu bietet ein kleines Grundstück den idealen Rahmen. Dort können die Kinder nicht nur ungestört toben, auch ihre fleißigen Hände sind hilfreich. Allerdings müssen Nachwuchsgärtner an die Gartenarbeit herangeführt werden.

„Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Kinder Freude an der Gartenarbeit entwickeln, ist, dass sie sich im Garten wohlfühlen“, sagt Birgit Rafflenbeul von der Natur- und Umweltakademie Nordrhein-Westfalen in Recklinghausen. „In einem Kinder-Garten sollte es immer unfertige, veränderbare Ecken geben - ein Heckengehölz, unter dem eine Höhle gebaut werden kann, Steine und Hölzer, auf denen balanciert wird oder mit denen Berge gebaut werden, Erdhaufen, die umgeschichtet werden.“

Die Nachwuchsgärtner sollten Schritt für Schritt in die Gartenarbeit einbezogen werden. „Grundsätzlich gilt: Kinder lernen erstens vom Vorbild und zweitens durch Üben, und zwar in Situationen, die ihrem Alter und ihrer Erfahrung nach mehr oder weniger von den Eltern kontrolliert werden“, erläutert Inke Ruhe von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder in Bonn. Im Vorschulalter ist Buddeln angesagt. „Auch Kompost verteilen, Streusaat ausbringen und Gießen sind Tätigkeiten für die Kleinsten“, zählt Rafflenbeul auf.

Außerdem können einzelne Töpfe bepflanzt werden - Hauptsache, es bleibt überschaubar, welche Pflanzen den Kindern und welche den Erwachsenen gehören. „Man kann zusammen etwas aussäen, zum Beispiel Sonnenblumen, Kapuzinerkresse oder Feuerbohnen, und diese Pflanzen dann später gemeinsam an einen Platz in den Garten setzen“, sagt die Fachbuchautorin Dorothea Baumjohann aus Hameln.


 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo