Haus und Garten 17.05.2012, 19:01 Uhr

Knallige Farbtupfer auf der Terrasse

Gartenmöbel präsentieren sich heuer in frischen Farben. Bei Holz geht der Trend zum schlichten Bauhausstil.

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        Grasgrün, Hellblau oder Feuerwehrrot: Flechtstühle werden in diesem Sommer in knalligen Farben angeboten und sorgen für schöne Effekte im Freiluftzimmer.Fotos: Kölnmesse (2)

Grasgrün, Hellblau oder Feuerwehrrot: Flechtstühle werden in diesem Sommer in knalligen Farben angeboten und sorgen für schöne Effekte im Freiluftzimmer.Fotos: Kölnmesse (2)

Von Andrea Frey, dpa

Bad Honnef. Ein Tisch aus weißem Plastik, dazu Lehnstühle mit Stoffauflagen aus dem Baumarkt – das war jahrzehntelang die Standardmöblierung deutscher Terrassen und Balkone. Seit einigen Jahren wandelt sich der Anblick gewaltig: Der stapelbare Klappstuhl ist einladenden Sofalandschaften und gemütlichen Himmelbetten gewichen. Daneben gibt es in diesem Sommer zwei große Trendrichtungen: minimalistische Holzmöbel ohne Schnörkel und bunte, auffällige Farbkleckse.

Die Deutschen lassen sich die Einrichtung ihres Außenwohnzimmers inzwischen einiges kosten: „Die Ausgabebereitschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt“, berichtet Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der deutschen Möbelindustrie (VDM) in Bad Honnef bei Bonn. Vor allem in hochwertigere und damit auch hochpreisigere Gartenmöbel würden die Verbraucher investieren, erläutert Till Gottschalk vom Landschaftsarchitektenbüro Strauchwerk in Düsseldorf.

Design tritt in den Vordergrund

Johannes Welsch, Geschäftsführer des Industrieverbandes Garten (IVG) in Ratingen, nennt dafür folgende Gründe: „Die Menschen sehen ihr Zuhause nicht mehr als reinen Aufenthalts-, sondern als Rückzugs- und Entspannungsort, in dem sie ihre Freizeit gern verbringen. Das gilt für das Hausinnere genauso wie für Garten und Balkon.“ Und das habe auch zur Folge, dass das Angebot insgesamt attraktiver geworden ist – und die Produkte stärker designorientiert.

So findet man in diesem Sommer verstärkt Gartenmöbel, die an Kunstobjekte erinnern. Ein Beispiel hierfür ist etwa eine Art Vogelnest aus einem Kunststoffgeflecht. Designer Tim Kerp hat es für den internationalen Wettbewerb „Garden goes Balcony“ der Freizeit- und Gartenschau spoga+gafa in Köln entwickelt. Im Inneren der Kugel bettet man sich auf Kissen wie in einen schützenden Kokon. Kuschelig ist es auch im „Nestrest“ von Dedon, ein von den Nistplätzen des afrikanischen Webervogels inspiriertes Möbel, das in luftiger Höhe etwa an einem Baum hängt. Im Miniformat ist es auch Ruheplatz für Hund oder Katze.


 

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