Geschützt vor neugierigen Blicken
BEGRENZUNG Hecken sind wichtige Elemente der Gartengestaltung: Sie bieten Sichtschutz, dämpfen Lärm und vermindern auch Wind und Staub.
REGENSBURG. Hecken grenzen aus und frieden ein. Und jedenfalls sind sie in ihren vielfältigen Formen seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaft. „Allerdings werden noch immer viel zu oft Thujen gepflanzt, die unsere Straßenräume fantasielos und eintönig erscheinen lassen“, klagt Gerd-Dieter Vangerow im Gespräch mit der MZ. Überdies, so der Fachberater für Gartenkultur und Landespflege bei der Stadt Regensburg, hätten die „Immergrünen“ kaum eine ökologische Wirkung für die Tierwelt, „weil sie nur sehr wenig Insekten, Kleintieren und Vögeln Nahrung und Lebensraum bieten“.
Viele Farben und Formen
Vangerow hält dagegen und verweist auf eine „Vielzahl von Gehölzen in unterschiedlichen Farben und Formen, die sich für die Verwendung in einer frei wachsenden Hecke, in einer Schnitthecke oder als Kletterpflanzen in Verbindung mit Sichtschutzelementen sehr gut eignen“.
Wer das Erlebnis des jahreszeitlichen Wechsels schätzt, ist mit Laubgehölzen bestens bedient. Vangerow: „Sie machen den Garten reicher an Lebensräumen und gestalterischen Möglichkeiten.“ Unterschiedliche Blattformen und -farben, eine breite Palette an Blütenfarben, vielgestaltige Wuchsformen und Früchte geben dem Garten ein abwechslungsreicheres Gesicht. „Laub abwerfende Pflanzen bieten in den Sommermonaten ausreichenden Sichtschutz und haben darüber hinaus im Winter den Vorteil, dass der Garten heller und freundlicher wirkt“, betont der Fachmann.
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind zahlreich: Sie reichen von der Hainbuchen-Schnitthecke über bepflanzte Holzzäune oder frei wachsende Blütenhecken bis hin zum Obstspalier und zur Wildgehölz-Hecke. Für letztere allerdings braucht es ausreichend Fläche, betont Vangerow. Mit einer solchen Hecke nämlich wird ein fließender Übergang zur freien Landschaft geschaffen.





