Schule in den Startlöchern
Nach sechs Jahren soll wieder Leben einkehren in die Klosterburg: Ungarisches Institut plant Gymnasium – bisher ohne Genehmigung.
Kastl. Was lange währt, wird endlich gut, heißt ein altes Sprichwort. Ob das auch auf die Zukunft der Klosterburg zutrifft, ist sehr ungewiss derzeit. Vor vier Jahren hat das „Avicenna International College Budapest“ einen Pachtvertrag über 25 Jahre mit dem Freistaat als Eigentümer unterzeichnet. In der Nachfolge des ungarischen Gymnasiums, das zwei Jahre zuvor in Konkurs gegangen war, wollte man eine internationale Schule in der Burg eröffnen.
Doch lange blieb es bei der Ankündigung – bis jetzt. Nun aber sei die Zeit des Wartens vorbei, versichert der Präsident des ungarischen Instituts, Dr. Shahrokh MirzaHosseini. Ab dem 1. August soll ein achtklassiges Gymnasium den Betrieb auf der Klosterburg aufnehmen.
Hosseini begründet die enorme Verzögerung von vier Jahren mit „persönlichen und Gesundheitsproblemen meinerseits“ und mit der Rezession, welche die Zahl der internationalen Studenten erheblich zurückgeworfen habe. Beim Rundgang durch die fast 1000 Jahre alte Burganlage zeigt der Schulpräsident stolz die renovierten Aufenthaltsräume, Klassenzimmer und Sanitäranlagen, die großzügige Bibliothek, den Speisesaal und die Büros. „Bis auf kleinere Arbeiten sind wir soweit, der Schulbetrieb kann starten.“
Geld investiert
Man habe mehrere Tausend Euro investiert in den vergangenen Monaten. Allerdings fehlt das Wichtigste: Die Zulassung durch das bayerische Kultusministerium. Auf die aber hofft man in absehbarer Zeit. „Es gibt keinen plausiblen Grund, unseren Antrag abzulehnen“, glaubt Hosseini.
Auf Entgegenkommen setzt das „Avicenna International College“ auch beim Thema Geld. „Bis wir in zwei, drei Jahren finanziell unabhängig sind, freuen wir uns über jede Art der Hilfe“, sagt Husseini. Egal, ob von der EU, vom Staat Deutschland oder vom Land Bayern.

