Reise & Freizeit 13.06.2007, 00:00 Uhr

Von Eisenach bis Budapest: Wandern auf den Spuren der Hl. Elisabeth

Mehr als 2600 Kilometer von hier bis zum Ziel: Nahe der Wartburg beginnt oder endet die Tour auf dem Fernwanderweg Eisenach-Budapest.

Mehr als 2600 Kilometer von hier bis zum Ziel: Nahe der Wartburg beginnt oder endet die Tour auf dem Fernwanderweg Eisenach-Budapest.

Die Kilometerzahl auf der Tafel im Budapester Stadtteil „Kühles Tal“ hat es in sich: 2643 Kilometer lang ist der Bergwanderweg Eisenach-Budapest, der Ungarn und Deutschland verbindet und dabei einige der schönsten Gebirge Mitteleuropas wie den Thüringer Wald oder das Altvatergebirge in Tschechien streift. Nach der Wende war der 1983 unter dem Namen „Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest“ ins Leben gerufene Fernwanderweg fast schon in Vergessenheit geraten. Mittlerweile erfreut er sich wieder wachsender Beliebtheit.

Mit den südpolnischen Beskiden oder dem slowakisch-ungarischen Grenzgebiet passiert der „EB“, wie der Weg abgekürzt heißt, Gegenden mit sehr wenig Zivilisation. Das Wandern in der Wildnis garantiert ursprüngliche Naturerlebnisse. Dazu gehören aber auch sintflutartige Gewittergüsse, zermürbende Hitze und widerspenstige Stechmücken. „Der “EB“ hat eine Persönlichkeit und ist kein kommerzielles Konstrukt wie der Harzer Hexenstieg oder der Rothaarsteig“, meint Bert Winkler, der dem Freundeskreis der EB-Wanderer vorsteht.

In Deutschland schlängelt sich der „EB“ durch einige der beliebtesten Wanderregionen. Dazu gehören der Rennsteig, das Vogtland, das Erzgebirge und die Sächsische Schweiz. Kurz hinter Eisenach führt die Strecke durch die Drachenschlucht, ein drei Kilometer langes, extrem enges Tal, durch das Wanderer mit großem Rucksack manchmal kaum hindurchpassen.

Im Gegensatz zu den Nachbarländern ist die Ausschilderung in Deutschland recht gut. Sie zeigt einen roten Rahmen mit den Buchstaben „EB“ und die Silhouette von fünf Bergen, die für die fünf „EB“-Länder stehen. Sich in Polen, Tschechien oder der Slowakei zu verlaufen, gehört für viele Wanderer dazu. In Ungarn gibt es dann wieder eine gute Beschilderung. Karten für einzelne Etappen sind vorhanden, eine Wanderkarte für den ganzen Weg gibt es dagegen nicht.

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