Ironman-Artikel 13.07.2011, 17:42 Uhr

Fünf Wochen Zeit, ein Ziel: der Ironman

Hauptsache ins Ziel kommen – egal wie: Manfred Duschinger und Tobias Schwindl absolvieren am 7. August ihre erste Langdistanz. Geplant war das nicht.

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Von bettina mehltretter, mz

REGENSBURG. 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren, 42,195 Kilometer laufen: „Du spinnst doch! Warum tust du dir das an?“ Der Tenor aus Tobias Schwindls Freundeskreis fiel einhellig aus. Seit er sich für den Ironman angemeldet hat, trainiert der 26-Jährige 20 Stunden in der Woche, Laufen, Schwimmen und Radfahren. „Ich habe die besten Vorrausetzungen dafür: keine Freundin, keine Hobbys.“ Schwindl grinst.

Ursprünglich hatte der Metallbaumeister aus Ihrlerstein geplant, Ende August in Österreich seinen ersten Triathlon in der halben Ironman-Distanz zu absolvieren – jetzt wird’s eine ganze. Die MZ und die Brauerei Bischofshof schicken ihn und Triathlet Manfred Duschinger (28) am 7. August beim Ironman in Regensburg auf die Strecke. Schwindl und Duschinger, ein Schwandorfer, wagen das Kurzprojekt Langdistanz: Fünf Wochen haben sie Zeit, sich vorzubereiten. Woche eins ist schon vorbei. Die Zeit rennt.

An ihrer Seite ist Ralf Preissl, Ironman-Starter auf Hawaii und sechster 2010 in Regensburg. 96000 Trainingskilometer hat Preissl in den vergangenen 24 Jahren abgespult. Jetzt trainiert er die Newcomer Tobias Schwindl und Manfred Duschinger. Völlig alleine trauten sich die beiden das Projekt dann doch nicht zu. Die Herausforderung ist auch mit professioneller Begleitung groß: „Normalerweise“, sagt Preissl, „geht man mit einem Ein- oder Zweijahresplan an seinen ersten Ironman heran. Aber die Jungs schaffen das!“ Er hat für die Starter einen individuellen Trainingsplan aufgestellt, abgestimmt auf die Sportler selbst und ihren Tagesablauf. „Schema F funktioniert hier nicht“, erklärt Ralf Preissl. „Wir müssen mit einem speziellen Training viel herausholen – das geht nicht im Hauruckverfahren.“

Dazu gehört die mentale Vorbereitung auf den Wettkampf. Die Männer müssen eisern bleiben: 12 bis 14,5 Stunden werden sie auf der Strecke sein. Morgens, 7 Uhr, springen sie in den Guggenberger See, 3,8 Kilometer weit preschen sie mit 2000 Atlethen durch das Wasser. Dann: der Wechsel auf das Rad für 180 Kilometer durch den Landkreis Regensburg. Rad abstellen, Helm absetzen – weiter geht’s zum Marathon. „Die letzten 20 Kilometer sind die schlimmsten“, sagt Manfred Duschinger. „Wir wollen ankommen, mehr nicht.“ Nur Letzter zu werden, das würde weh tun. Beim Triathlon in Kallmünz kamen die beiden im ersten Viertel ins Ziel.


 

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