Der große Raelert-Bruder drückt Daumen
Andreas Raelert, der Bruder von Michael Raelert, ist der schnellste Ironman der Welt. Vergangenes Jahr trat er trotz Verletzung in Regensburg an.
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Rostock. Wenn Michael Raelert am 17. Juni in Regensburg an den Start geht, drückt ihm der große Bruder ganz besonders die Daumen. Andreas Raelert weiß, was seinen vier Jahre jüngeren Bruder in der Domstadt erwartet. Im vergangenen Jahr war Andreas Raelert, der seit seinem Sieg in Roth 2010 die Weltbestzeit über die Triathlon-Langdistanz (07:41:33) hält, beim Ironman Regensburg selbst am Start.
Trotz einer Fußverletzung gelang dem 35-jährigen Rostocker in der Oberpfalz die Qualifikation für Hawaii. Der Coup damals: Andreas und seine Sponsoren machten aus der Teilnahme in Regensburg eine Charity-Aktion, indem er und seine Sponsoren einen bestimmten Betrag für jeden Teilnehmer, der vor dem verletzten Top-Favoriten ins Ziel kam, spendeten. Rund 7000 Euro kamen auf diesem Weg für einen guten Zweck zusammen.
Der große Traum vom Sieg auf Big Island erfüllte sich wenige Monate später nicht: Die viertschnellste Laufzeit im abschließenden Marathon (2:47:48 Stunden) reichte dem überragenden Radfahrer bei der Weltmeisterschaft nicht, um ganz oben zu stehen. Am Ende blieb Platz drei und das Versprechen, 2012 auf die Insel zurückzukehren, um dann vielleicht gemeinsam mit dem kleinen Bruder der Weltspitze zu enteilen.

