Legionäre kehren an Spitze zurück
Regensburger profitieren nach zwei Siegen gegen Stuttgart von den Mainzer Niederlagen.
Regensburg.
Die Buchbinder Legionäre haben sich am Wochenende keine Blöße gegeben. Die Regensburger entschieden beide Heimpartien gegen Aufsteiger Stuttgart Reds für sich. Der deutsche Meister gewann am Freitag mit 8:3 und ließ am Samstag einen 9:4-Sieg folgen. Der Titelverteidiger eroberte dadurch zum Ende der Hinrunde die Tabellenführung in der 1. Bundesliga Süd zurück.
„Die Liga ist wie erwartet sehr ausgeglichen. Wir können mit der bisherigen Leistung zufrieden sein“, bilanzierte Legionäre-Trainer Martin Helmig nach der Hälfte der regulären Saison. Mit einer Bilanz von 9:3-Siegen stehen die Legionäre zusammen mit den Heidenheim Heideköpfen an der Tabellenspitze. Einen Punkt dahinter liegen die Mainz Athletics, die die Spitzenposition nach zwei Heidenheimer Siegen (7:1, 13:4) im Spitzenspiel abgeben mussten.
Gegen den Aufsteiger aus Schwaben waren die Regensburger von Beginn an auf der Höhe. Am Freitagabend stellten die Hausherren die Weichen früh auf Sieg. Nationalmannschaftswerfer Markus Winkler hatte enorme Probleme mit seiner Kontrolle. Nach drei Freiläufen und einem Hit by Pitch musste der ehemalige Heidenheimer im Auftaktinning wieder vom Feld. Gegen den Ex-Regensburger Marcel Hering sorgte Christoph Zirzlmeier mit einem satten Double für zwei weitere Punkte zur 4:1-Führung.
Die Gäste hatten gegen Philipp Hoffschild noch das 1:0 vorgelegt. Der Routinier stand anstelle von Mike Bolsenbroek von Beginn an auf dem Werferhügel der Legionäre. „Wir wollten Mike eine kleine Pause geben. Philipp hat seine Sache gut gemacht und endlich wieder zu seiner Form gefunden“, lobte Helmig seinen Starting Pitcher. Danach spulten die Legionäre unaufgeregt ihr Pensum ab. Angeführt von Ludwig Glaser, der mit drei Hits der beste Schlagmann war, fuhren sie ihren achten Saisonsieg ein.
Am Samstag ging es zunächst enger zu. Stuttgart legte erneut einen Run vor, den Matt Vance postwendend ausgleichen konnte. Nach zwei weiteren Punkten von Vance und Chris Howard gingen die Reds im fünften Durchgang erneut in Führung. Ex-Legionär Joshua Little beförderte den Ball über den Outfieldzaun und markierte drei Zähler zum 4:3. Der US-Boy spielte gegen seine ehemaligen Teamkameraden wie entfesselt auf und war für sechs der sieben Stuttgarter Punkte verantwortlich. Die Helmig-Truppe ließ sich aber nicht beeindrucken und drehte im sechsten Spielabschnitt wieder die Partie. Enzo Muschik und Richard Klijn erzielten das 5:4. Im achten Inning entschieden die Legionäre mit drei Zählern schließlich das Spiel.
Die besten Akteure waren die US-Amerikaner Justin Kuehn und Evan LeBlanc. Kuehn ging als Werfer über die volle Distanz und entschied das Pitcher-Duell gegen Richard Olson mit elf Strikeouts für sich. LeBlanc schlug sich mit drei Hits aus seinem Formtief. Am nächsten Wochenende kommt Mainz in die Armin-Wolf-Arena.

