Legionäre News 03.06.2012, 21:21 Uhr

Enttäuschung nach verpasster Europa-Chance

Nach starkem Auftakt in Rotterdam mit zwei Siegen kassieren die Regensburg Legionäre drei Niederlagen in Folge.


        Jonathan Eisenhuth (hier rechts im Gespräch mit Trainer Martin Helmig) war nicht der einzige enttäuschte Legionär. Foto: Eisenhuth

Jonathan Eisenhuth (hier rechts im Gespräch mit Trainer Martin Helmig) war nicht der einzige enttäuschte Legionär. Foto: Eisenhuth

Von Matthias Ondracek, MZ

Rotterdam. „Wir waren nah dran, aber doch so weit weg“, das ist das Fazit von Legionäre-Trainer Martin Helmig nach dem Europapokal in den Niederlanden. In der Tat war die Qualifikation für das Final Four der besten europäischen Vereins-Mannschaften für sein Team zum Greifen nah. Und doch verpassten die Buchbinder Legionäre am Ende die Überraschung klar. Mit zwei Siegen aus zwei Partien waren die Regensburger optimal in das Turnier gestartet. Ein Sieg aus den verbleibenden drei Begegnungen hätte unter Umständen zu einem Platz unter den besten Zwei gereicht.

Nichts zu holen gegen Gastgeber

Gegen Gastgeber Door Neptunus gab es für die Schwabelweiser am Freitagabend zunächst nicht viel zu holen. Durch ein katastrophales erstes Inning beraubte sich der Deutsche Meister früh selbst der Chance auf die Sensation. Die Legionäre erlaubten sich insgesamt acht Feldspiel-Fehler und gingen am Ende mit 1:10 baden.

Somit kam es am Samstag zum vorentscheidenden Duell mit den Rouen Huskies. In den vorangegangenen Vergleichen mit französischen Teams ging es zumeist heiß her. So sollte es auch diesmal sein. Fest entschlossen, die peinliche Schlappe vom Vortag wettzumachen, legten die Oberpfälzer gut los. Ludwig Glaser beförderte im Auftakt-Inning den Ball zum 1:0 über den Stadionzaun. Einen Durchgang später erhöhte Maik Ehmcke auf 2:0.

Hitzig wurde es dann Mitte des vierten Innings. Nach einer Rangelei zwischen Rouens Ethan Paquette und Legionäre-Catcher Christopher Howard leerten sich beide Bänke und die Spieler gingen aufeinander los. Ein paar Fausthiebe später löste sich die Traube auf und beide Trainer sowie Paquette wurden des Feldes verwiesen.

Regensburgs Starting Pitcher Mike Bolsenbroek hatte die Offensive der Franzosen bis dato gut im Griff. Die Schlägerei schien allerdings eher die Huskies motiviert zu haben, als die Legionäre. Im fünften Spielabschnitt nutzte der französische Meister eine kurze Schwächephase Bolsenbroeks und kam zum 2:2-Ausgleich, ehe der entkräftete Niederländer zu Beginn des siebten Spielabschnittes auch noch die Punkte drei und vier hinnehmen musste.


 

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