Immer auf der Suche nach dem perfekten Bild
Marisa Gleixner aus Walderbach hat ein Ziel: gestochen scharfe Fotos. Am Computer kann sie ihre Aufnahmen optimieren.
Walderbach. Walderbach. Angefangen hat es mit der Geburt ihrer Tochter Noreen vor sechs Jahren. Marisa Gleixner wollte schön gestaltete Fotos und Collagen von Kinderbildern an die Wände bringen. Mit den Ergebnissen war sie aber nicht so recht zufrieden. Ihre Schwester brachte sie darauf, sich in einem Onlineforum anzumelden. Dort holte sich Marisa Gleixner Tipps zur Bildbearbeitung. „Die meisten Leute in dem Forum haben mit Spiegelreflexkameras fotografiert“, erzählt sie. „Das hat mich dann auch gedrückt.“
Im August vor zwei Jahren legte sich die junge Frau aus Walderbach dann eine Canon EOS 1000D zu. „Ein gutes Dreivierteljahr habe ich nur im Automatikbereich fotografiert“, sagt Marisa Gleixner. Dann probierte sie die manuellen Einstellungen aus. Viele Tipps dazu bekam sie im Forum: „Blende und ISO waren vorher Fremdwörter für mich“, sagt sie.
Bis zu 30 Minuten für ein Foto
Ihr Ziel beim Fotografieren ist es, ein richtig scharfes Bild hinzubekommen. „Bei einem entwickelten Foto fällt es nicht so auf“, meint Marisa Gleixner, „aber in Originalgröße am Bildschirm sieht man es schon“. Für ihre Bilder lässt sie sich gerne Zeit – 20 bis 30 Minuten kann es schon einmal dauern, bis ein Foto fertig ist. „Bei Blumen ist das kein Problem, aber mit Menschen geht das natürlich nicht.“ Ihre Kinder fotografiert sie gerne, aber „die flitzen mir ununterbrochen davon“.
Wenn das Bild im Kasten ist, ist die Arbeit für Marisa Gleixner aber noch nicht vorbei: Fast jedes Foto bearbeitet sie am Computer nach, korrigiert Farben, Kontrast, Schärfe und Bildschnitt. „Das ist natürlich Geschmackssache, aber man kann aus den Bildern noch viel rausholen“, ist sie überzeugt. Anderen fehlt manchmal der Blick dafür: „Es kommt vor, dass ich ein Bild zwei Stunden bearbeitet habe – dann schaut meine Schwester drauf und fragt: Und, was ist jetzt anders?“





