Waldspaziergänge 01.11.2011, 15:01 Uhr

Gottes Werk in den Wäldern erleben

Der evangelische Pfarrer Bad Kötztings Jürgen Bauer-Störch ist ein passionierter Wanderer. Zum Beruf ist ihm die Natur ein wichtiger Ausgleich.


        Während Pfarrer Jürgen Bauer-Störch (l.) und Daniel Haslsteiner in ihr Gespräch vertieft sind, durchwühlt Hündin Nora den Laubboden.

Während Pfarrer Jürgen Bauer-Störch (l.) und Daniel Haslsteiner in ihr Gespräch vertieft sind, durchwühlt Hündin Nora den Laubboden.

Von Daniel Haslsteiner

LANDKREIS. Der Bayerische Wald ist für seine Landschaft weit bekannt, nicht jedoch für eine große protestantische Gemeinde. Doch das störte den Pfarrer der evangelisch-lutheranischen Kirchengemeinde Bad Kötzting und Lam, Jürgen Bauer-Störch, nicht, als er mit seiner Gattin und Pfarrerskollegin Jutta hier her zog. „Gerade die Schönheit der Natur war ein Grund, in die „Diaspora“ (drei bis vier Prozent evangelische Christen) zu gehen“, sagte Pfarrer Bauer-Störch.

Hier am Sägewerk zwischen Wettzell und Sackenried ist er schon oft gewesen. Die Häuser des beschaulichen Sackenried sind umgeben von einem Ring aus Wiesen und dahinter dichtem Wald. Die zweijährige Hündin des Pfarrers, Nora, nutzt den vollen Bewegungsradius der Leine aus und schnüffelt mal hier, mal da. Ohne die Leine würde sie nur auf die Pirsch nach Mäusen und Hasen gehen, kommentiert der Geistliche das Treiben des Tieres. Noras Herrchen blickt in das wolkenverhangene Tal. Tief atmet er die frische Morgenluft ein.

Natur als Argument für die Gegend

Welche Bedeutung er der Natur und insbesondere dem Wald beimesse? „Als Kind war ich oft bei Verwandten auf ihrem Bauernhof in der Hersbrucker Schweiz. Dort war ich viel in der Natur. Auch später in der Jugend, dann ging ich gerne zu den kirchlichen Zeltlagern“, erzählte Jürgen Bauer-Störch. Natur habe ihm immer Spaß gemacht, gerade heute bei seiner Arbeit als Pfarrer sei sie zu einem Refugium geworden. „Nora muss morgens und abends raus, so komme ich täglich in den Genuss dieser Landschaft hier. Das war schon ein zentrales Argument, warum ich mich für diese Stelle beworben habe“. Da er sich die Stelle mit seiner Frau Jutta teilt, hat der leidenschaftliche Wanderer auch Zeit für seine Passion.


 

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