MZ-Serie: Mein Verein - Artikel 16.10.2011, 16:29 Uhr

Gemeinsam radeln macht mehr Spaß

Fast dreimal pro Woche sind die Mitglieder des Klardorfer Fahrradclubs unterwegs – in einem Umkreis von 50 Kilometern pro Tour.


        Selbst wenn das Wetter nicht perfekt ist – die Trekkinggruppe fährt.

Selbst wenn das Wetter nicht perfekt ist – die Trekkinggruppe fährt.

Von Julia Schnorrer

Klardorf. Als sich der Radsport Ende der 80er-Jahre immer größerer Beliebtheit erfreute, waren die Klardorfer schon aktiv mit dabei: Seit 1921 – mit einer Unterbrechung von 1933 bis 1950 – unternimmt der RKB Solidarität Klardorf seine Touren. Inzwischen sind es 152 Mitglieder, die zwischen 16 und 80 Jahre alt sind.

Karlheinz Salzl, 1. Vorsitzender seit 2007, hat vor 17 Jahren dank eines Arbeitskollegen angefangen. „Fahr doch mal mit“, habe dieser gesagt. „Ich habe es dann zuerst daheim ausprobiert, bevor ich zur Rennradgruppe gekommen bin“, erzählt der Vorsitzende. Die Leidenschaft für die Sportart ist nach eineinhalb Jahrzehnten noch nicht verflogen: „Man geht zur Hoftür raus und auf geht‘s!“ Bei kaum einem anderen Sport sei man so flexibel, wie beim Radfahren, betont Salzl. Zeitintensiv sei sie auch nicht, da jeder selbst bestimmen könne, wie viel er tue. „Es ist eine leichte Sportart, der Körper sitzt auf dem Sattel, man muss ihn nicht tragen“, fügt der Vorsitzende noch hinzu. Zudem sei Radfahren gelenkschonend und bis ins hohe Alter praktizierbar. Zu alt um anzufangen ist ebenfalls niemand.

Neben der Rennradgruppe existiert außerdem die 68-köpfige Trekkinggruppe, die einmal wöchentlich am Donnerstag um 16 Uhr vom Sportheim Klardorf aus zu Radwandertouren in die nähere Umgebung aufbricht, Einkehr nach rund 20 Kilometern inklusive. Ohne Helm laufe dabei nichts, aus Sicherheitsgründen. Große Unfälle habe es jedoch in den vergangenen Jahren nicht gegeben.

Radfahren hat keine Altersgrenze

Die Trekkinggruppe zeigt: Radfahren setzt keine Altersgrenze: „Zwei 80-Jährige sind da auch dabei!“ Und einer davon hatte 2011 sein 60-jähriges Vereinsjubiläum –eine beachtliche Zeit. „Radfahren macht genauso süchtig wie jeder andere Sport auch“, gestand Salzl. Was die Touren betrifft, laufe alles sehr „legere“ ab: „Es soll ja ein Hobby bleiben.“ Der Tourleiter legt die Strecke fest, die gefahren wird, doch nichts halte die Gruppe davon ab, einmal eine andere Straße zu fahren, als vorgesehen.


 

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