US-Präsidentschaftswahl 2012 - Artikel 27.08.2012, 14:39 Uhr

„Weißes Haus sinkt tiefer und tiefer“

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Mitt Romney, beklagt falsche Behauptungen der US-Demokraten und das sinkende Niveau des Wahlkampfs.

Mitt Romney (rechts) klagt über Versuche seitens der US-Regierung, seine Kandidatschaft mit unwahren Behauptungen zu denunzieren.

Mitt Romney (rechts) klagt über Versuche seitens der US-Regierung, seine Kandidatschaft mit unwahren Behauptungen zu denunzieren.

Washington. Kurz vor seiner offiziellen Kür zum Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner hat Mitt Romney unzulässige Angriffe des Lagers von Amtsinhaber Barack Obama beklagt. Er habe zwar „viele Schwächen“, die zuletzt gegen seine Person geführten Attacken seien aber „fehlgeleitet“ und „unehrlich“, sagte er in einem am späten Sonntagabend veröffentlichten Interview mit der Zeitung „USA Today“. „Das hat mich überrascht. Ich dachte, sie würden mich wegen Dingen verfolgen, die stimmen, die ich falsch gemacht habe. Aber statt dessen sind es absurde Sachen.“

Der frühere Finanzinvestor Romney nannte als Beispiel die Behauptung des demokratischen Mehrheitsführers im Senat, Harry Reid, dass er in den vergangenen zehn Jahren keine Steuern gezahlt habe. Außerdem verwies er auf US-Vizepräsident Joe Biden, der gewarnt hatte, dass ein Sieg der Republikaner dazu führen könne, dass Menschen wieder „in Ketten“ gelegt würden. „Das Weiße Haus sinkt immer tiefer und tiefer und tiefer“, sagte Romney. „Die Menschen in Amerika wissen, dass das eine wichtige Wahl ist, und sie verdienen Besseres.“

Romney soll diese Woche auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa im US-Bundesstaat Florida offiziell zum Herausforderer Obamas gekürt werden. Der Beginn des Treffens musste wegen des Tropensturms „Isaac“ aber um einen Tag auf Dienstag verschoben werden. (AFP)


 

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