US-Präsidentschaftswahl 2012 - Artikel 28.08.2012, 22:16 Uhr

Republikaner schicken Romney ins Rennen

Die Republikaner küren auf ihrem Parteitag in Tampa Romney zum Präsidentenkandidaten. Der muss nicht nur Obama schlagen, sondern auch die Partei einen.

Mitt und Ann Romney: Die Frau des Präsidentschaftskandidaten soll dessen Image aufbessern. Foto: afp

Mitt und Ann Romney: Die Frau des Präsidentschaftskandidaten soll dessen Image aufbessern. Foto: afp

Tampa. Der Zweikampf geht auf die Zielgerade: Nach einem turbulenten Parteitag schicken die Republikaner Mitt Romney in das Rennen gegen US-Präsident Barack Obama. Bei dem Treffen in Tampa (Florida) brachen innerparteiliche Konflikte trotz klarer Mehrheit für den ehemaligen Gouverneur offen aus. In einer emotionalen Rede warb Romneys Ehefrau Ann für den Kandidaten. Der Wahlausgang am 6. November ist völlig offen. Der 65 Jahre alte Multimillionär gilt wegen seiner Wirtschaftskompetenz als gefährlicher Gegner Obamas.

Als die Mehrheit der knapp 2300 Delegierten ihre Stimme für Romney abgegeben hatten, brach minutenlanger Beifall aus. Eigentlicher Höhepunkt am Dienstag (Ortszeit) war die Rede Ann Romneys. Sie versuchte, ihren Mann in ein besonders gutes Licht zu stellen: Kritiker sehen in Romney einen kalten Karrieremenschen, der sein Mäntelchen nach dem Wind hängt. „Ihr könnt Mitt vertrauen“, sagte Ann Romney. „Er ist der Mann, den Amerika braucht. Er wird nicht versagen.“

Es wird bunte Luftballons regnen

Mitt Romney erschien kurz auf der Bühne und küsste seine Frau zum Dank für ihre Worte. Er selbst wird erst zum Abschluss am Donnerstag seine mit großer Spannung erwartete Nominierungsrede halten - zum Höhepunkt des Parteitages wird es dann bunte Luftballons regnen. Auch der erzkonservative Kandidat für das Amt des Vize-Präsidenten Paul Ryan wurde in Tampa nominiert.

Es ist Romneys zweiter Anlauf auf das Weiße Haus, vor vier Jahren schied er bereits bei den Vorwahlen aus. Diesmal stehen Romneys Chancen deutlich besser. Umfragen sprechen seit Wochen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Obama. Der Präsident ist vor allem wegen der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und der schlechten Konjunktur verwundbar.

Romney, der vor seiner Zeit als Gouverneur in Massachusetts in der Privatwirtschaft Millionen verdiente, will den Wahlkampf in den nächsten zehn Wochen ganz auf Wirtschaftsthemen konzentrieren.


 

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