Neue Energie für die Region 01.01.2012, 15:53 Uhr

Blick auf Klima und Kosten

Geschäftsführer Burkhardt sieht die Energiewende im Autohaus Kelheim aus zwei Perspektiven.


        Beim Blick auf Stromzähler und -rechnung war Alois Burkhardt, dem Geschäftsführer der Autohaus Kelheim GmbH, bald klar: Ein schlüssiges Gesamtkonzept für die künftige Energieversorgung macht betriebswirtschaflich Sinn. Foto: hu

Beim Blick auf Stromzähler und -rechnung war Alois Burkhardt, dem Geschäftsführer der Autohaus Kelheim GmbH, bald klar: Ein schlüssiges Gesamtkonzept für die künftige Energieversorgung macht betriebswirtschaflich Sinn. Foto: hu

KELHEIM. Der jährliche Blick auf die Strom- und Erdgasrechnungen haben es Alois Burkhardt vor Augen geführt: Gegen die stetig steigenden Energiekosten – mittlerweile immerhin rund 12000 Euro jährlich – musste etwas getan werden. Aber dem Geschäftsführer der „Autohaus Kelheim GmbH“ war schnell klar, dass dafür ein schlüssiges Gesamtkonzept nötig sein würde. Deshalb hat er sich den Architekten Büxenstein als Energieberater ins Boot geholt: „Um durchzurechnen, was sinnvoll für die Umwelt ist, aber sich auch rechnet.“

Entscheidung pro Fernwärme

Eine Entscheidung ist bereits gefallen – der Fernwärmeanschluss an das Holzhackschnitzel-Kraftwerk, das die Stadtwerke Kelheim in geringer Entfernung zu dem Opel-Autohaus errichtet haben.

Der Energieberater soll aber zudem auch prüfen, ob Fotovoltaik und dazu ein Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) für den Betrieb rentabel wären: Geschäftsführer Burkhardt hat von mehreren Kollegen gelesen, die auf diese Kombination – Solarstrom vor allem im Sommer, und im Winter Strom und Wärme aus dem BHKW – setzen. Und Burkhardt weiß aus eigener Erfahrung: „Der Stromverbrauch in einem Autohaus liegt durchaus in einem Bereich, in dem sich ein BHKW rechnet.“

Rentabilität ist für den Unternehmer das Schlüsselwort: „Ich bin gerne bereit, in den Umweltschutz zu investieren – aber es muss sich in einem Bereich von etwa 20 Jahren dann auch mal rechnen“, beschreibt er seine Kalkulation.

Kritischer Blick auf Verbrauch

Unter dieser Prämisse betrachtet er auch den zweiten Ansatzpunkt, um Energiekosten zu sparen: den Verbrauch senken. Auch dies zu prüfen, hat er seinen Energieberater beauftragt. Gemeinsam wollen sie alle elektrischen Verbrauchsstellen im Betrieb durchgehen und auf Sparpotenzial überprüfen. Eine Thermografie soll außerdem zeigen, wo an den Gebäuden Dämm-Bedarf besteht.

Derlei Überlegungen hatte Burkhardt zunächst auf eigene Faust angestellt. „Ich habe mich in das Thema eingelesen. Aber es ist so umfangreich, dass ich von einem ins andere gekommen bin“. Und letztlich zur Erkenntnis, dass man einen Betrieb energetisch als Gesamtobjekt betrachten muss und dafür fundierte Fachkenntnisse nötig sind. „So etwas sollte man nicht ins Blaue ’rein anstoßen“, rät er anderen Unternehmern.(hu)


 

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