Reden über Gott und die Welt 08.02.2012, 18:50 Uhr

Hans Mayer: „Ich rieche es, wenn Kühe krank sind“

Der Kreisobmann des Bauernverbands spricht über seine Nase, Mode und Mario Gomez. Übrigens: Mit sechs Schwestern aufzuwachsen, hat seine Vorteile.

Von Jürgen Scharf, MZ

Schirndorf. Hans Mayer empfängt in der guten Stube seines Bauernhofs in Schirndorf bei Kallmünz. Seine Frau Irmgard serviert zum Kaffee selbst gemachten Apfelkuchen, und ab und an huscht ein Enkelkind vorbei.

Grüß Gott, Herr Mayer, schönes Wetter heute, oder?

Ja. Was gibt’s Schöneres als so einen Wintertag mit viel Sonnenschein. Da blüht der Mensch wieder auf.

Aber kalt ist es. Wie heizen Sie eigentlich?

Vor zwei Jahren habe ich eine Biogasanlage bei uns gebaut. Da nutzen wir jetzt die Abwärme. So kalt kann es gar nicht werden, dass die nicht reicht.

Biogasanlage! Schade, ich wollte mit Ihnen übers Holzanschlichten reden.

Nun, bis vor zwei Jahren haben wir noch alles mit Holz geheizt, das wir aus unserem Wald geholt haben. Und angeschlichtet wurde natürlich mit der Familienkette.

Also einer spaltet, einer fährt es weg, einer schlichtet an.

So in etwa. Das machen wir heute noch genauso, denn etwas Holz brauchen wir immer.

Wo stehen Sie in der Kette?

Am Spalter halt. Da ist es am gefährlichsten, da muss der Mann hin.

Nun, apropos Holz vor der Hütten. Wie finden Sie den Jungbäuerinnen-Kalender? Junge Damen aus der Landwirtschaft, wie Gott sie schuf.

Den finde ich sogar recht gut. Das zeigt, dass es in der Landwirtschaft nicht nur alte Mutterler gibt, sondern auch junge, hübsche Mädchen. Natürlich kann man über die Form jetzt diskutieren, aber es ist zumindest gut, dass die Mädchen den Mut dazu haben. Früher hat man eine Bäuerin auf 100 Meter Entfernung erkannt. Wenn man jetzt unter zehn Frauen drei Bäuerinnen mischt, kennt sie keiner raus. Die Landwirtschaft hat sich da zum Positiven verändert.


 

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