Laura Altinger berichtet 27.04.2012, 19:49 Uhr

28.4.2012: Gute Noten zählen beim künftigen Chef von Laura Altinger

Eine etwas zu Rasante Abfahrt bremst die Prüfungsvorbereitungen nicht


        Laura Altinger

Laura Altinger

Endspurt im Lernen – die Zielgerade „Mittlere Reife“ ist in Sicht bei Laura Altinger. „Jetzt kommen die letzten Schulaufgaben. Außerdem haben wir Bücher mit Prüfungsaufgaben bekommen, damit übe ich derzeit fleißig“, schildert die 16-Jährige. Für sie und ihre Klassenkameraden haben die letzten Wochen an der Wittelsbacher Mittelschule begonnen.

Gestern war Auftakt der Abschlussprüfungen : Laura musste ihr Deutsch-Referat halten. „Aktien – eine sichere Geldanlage?“ hatte sie drei Tage zuvor als Thema gelost. Und erst mal geschluckt: „Ich und Aktien!“ Umso erleichterter war sie nach dem zehnminütigen Referat. „Super, perfekt gelaufen!“, schätzt sie: Die Note weiß sie zwar noch nicht, „aber mein Klassenlehrer hat immer gelächelt…“

Der große Prüfungsblock steht aber noch an: Ab Mitte Juni geht es Schlag auf Schlag. Bis dahin ist also Lernen angesagt – und zwar „schon ein bissl anders“ als früher, vor den üblichen Schulaufgaben. „Irgendwie intensiver, vor allem von der Dauer her“ bereitet sich die Teugnerin auf ihr Schulfinale vor. Denn eine Lehrstelle hat sie zwar schon, als Bürokauffrau bei der Firma Seitz. „Aber ich bekomme die Stelle nur, wenn ich den Mittleren Bildungsabschluss schaffe. Und mein künftiger Chef will auch das Jahreszeugnis sehen.“

Ihrem Lehrherrn musste Laura unlängst einen unerwarteten Besuch abstatten: Anfang März stürzte die leidenschaftliche Skifahrerin auf der berühmten „Streif“ in Kitzbühel. „Eine Woche auf Krücken, sechs Wochen mit Schiene“ waren die Folge. Und so musste sie als Kundin ins Sanitätshaus, sprich: ihre künftige Arbeitsstelle humpeln. „Ich hab’ mir gedacht: Super, wie kommt das jetzt rüber?!“ Aber ihr Chef in spe nahm’s mit Humor.

Der Konzentration auf ’s Prüfungs-Lernen hat der Kreuzband-Anriss wohl eher geholfen. Eine „Zitterpartie“ wird für Laura vor allem das Englisch-Referat, bei dem sie zwei Minuten frei über ein Thema reden muss. „Unsere Lehrerin hat geraten, schon eine halbe Stunde vor Beginn da zu sein und sich nochmal alles ruhig durchzulesen.“ Mathe liegt der 16-Jährigen nicht so sehr. Hier arbeitet sie frühere Prüfungsaufgaben durch. „Im Lösungsbuch schaue ich hinterher, was falsch ist; die Aufgabe üb’ ich dann nochmal.“

Ein letztes Durchschnaufen für alle war die Abschlussfahrt nach Berlin Ende März – und das Signal: „Jetzt geht’s dem Ende zu – super!“ Dass sie ihre langjährigen Mitschüler bald wohl kaum mehr sehen wird, gibt Laura zu denken, aber das sei zu verschmerzen. Ein Trost: „Bei uns in der Klasse ist sich jetzt eigentlich jeder schlüssig, was er danach machen will.“


 

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