Wolbergs steht hoch im Kurs
Laut einer repräsentativen Erhebung der MZ ist der SPD-Bürgermeister der beliebteste Regensburger Politiker. Die CSUler stürzen reihenweise ab.
Joachim Wolbergs ist nach einer repräsentativen MZ-Umfrage Regensburgs beliebtester Politiker. (Foto: altrofoto.de)
Regensburg.
SPD-Bürgermeister Joachim Wolbergs ist beliebtester Politiker Regensburgs. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die das Sinzinger Marktforschungsinstitut „mafotools GmbH“ im Auftrag der Mittelbayerischen Zeitung gemacht hat. Wolbergs erreichte auf einer Bewertungsskala von -5 (sehr unbeliebt) bis +5 (sehr beliebt) einen Wert von 1,31. Damit baute er seinen Beliebtheitswert im Vergleich zum Vorjahr leicht aus. Die Aufsteigerin in der Umfrage 2012 ist die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Margit Wild. Sie sprang von Platz sieben im Jahr 2011 auf Rang zwei.
Negative Auswirkungen zeigt in der repräsentativen Erhebung der seit Jahren andauernde Streit in der Regensburger CSU. Das Spitzenpersonal rutschte im Beliebtheits-Ranking – quer durch alle Parteilager – nach unten. Christian Schlegl, der Fraktionschef im Stadtrat, belegt mit einem Wert von -0,24 nur Rang zehn.
Den zahlenmäßig größten Verlust musste Schul- und Sportbürgermeister Gerhard Weber hinnehmen. Zahlreiche Negativschlagzeilen, etwa zur Sanierung des mit Schadstoffen belasteten Goethe-Gymnasiums, könnten Ursache für den Absturz sein. Der CSU-Politiker sackte nach Platz zwei im Vorjahr jetzt auf Rang acht ab. Den höchsten Beliebtheitswert (0,29) der Christsozialen bekam OB Hans Schaidinger, der auf Rang sechs liegt.
Die Stichprobe der MZ-Befragung stellte ein verkleinertes Abbild der wahlberechtigten Regensburger Bevölkerung dar. Dies wurde durch einen entsprechenden Stichprobenumfang sowie durch eine zweistufige Zufallsauswahl bezüglich der zu befragenden Personen gewährleistet. Die Methodik entsprach der Vorgehensweise bei der Ermittlung des ZDF-Politbarometers durch die Forschungsgruppe Wahlen.

