Regensburger Politbarometer 2012 10.05.2012, 09:22 Uhr

Bürger geben dem ÖPNV Bestnoten

Laut einer repräsentativen MZ-Erhebung sind die Fahrgäste mit RVV und RVB zufrieden. In Sachen Ersatztrasse machen die Verkehrsunternehmen Druck.


        Die Fahrgäste sind angetan vom Angebot von RVV und RVB. Das ergab eine repräsentative MZ-Umfrage. Foto: MZ-Archiv

Die Fahrgäste sind angetan vom Angebot von RVV und RVB. Das ergab eine repräsentative MZ-Umfrage. Foto: MZ-Archiv

Von Ernst Waller, MZ

Regensburg. Freude bei den Regensburger Verkehrsbetrieben (RVB) und dem Regensburger Verkehrsverbund (RVV): In unserer repräsentativen Erhebung geben die Regensburger dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gute bis sehr gute Noten. Jeweils eine 1,7 im Schnitt gibt es beispielsweise für Pünktlichkeit und Qualität des Liniennetzes.

Damit dies auch in Zukunft so bleibt, sind beide Verkehrsunternehmen bestrebt, Angebot und Streckennetz zu optimieren – und dabei sind sie auf die Unterstützung durch die Politik angewiesen.

Die Wünsche, die beide in Richtung Politik äußern, sind nahezu deckungsgleich, lediglich bei der Gewichtung ergeben sich Unterschiede. Die wiederum sind im Aufgabengebiet begründet: Der RVB hat primär das Stadtgebiet im Fokus, der RVV darüber hinaus den Landkreis Regensburg und die angrenzenden Kreise Schwandorf, Kelheim, Neumarkt und Cham.

Die Ersatzbrücke liegt dem RVV am Herzen

So ist es nur logisch, dass RVV-Hauptgeschäftsführer Karl Raba, der auch die RVV-Kunden aus dem Norden des Landkreises im Blick hat, eine Ersatztrasse für die seit 2008 komplett gesperrte Steinerne Brücke fordert. Im Westen der Steinernen solle diese Brücke, die ausschließlich Bussen, Fußgängern und Radfahrern dient und von Denkmalschützern und Anwohnern abgelehnt wird, die Donau queren – vom Schopperplatz zur Brunnleite. „Die bisherige Hängepartie ist furchtbar, wir brauchen hier bald eine Entscheidung“, betont Raba – so oder so.

Denn selbst, wenn sich die Politik gegen die Ersatzbrücke entscheide, „dann haben wir wenigstens eine Entscheidung und wissen, woran wir sind“. Die Ersatzbrücke könne so gebaut werden, dass sie „kaum auffällt“, ist sich Raba sicher. Der Eiserne Steg sei nie und nimmer als Denkmal schützenswert, sagt der Mann, der früher selbst die Untere Denkmalbehörde am Landratsamt Regensburg leitete. Der Eiserne Steg sei es vielmehr, „der die Steinerne Brücke verschandelt“.


 

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