Regionale Sportnachrichten 09.06.2009, 07:58 Uhr

Schlecht fühlen, gut laufen

Lutz, Harrer, Pflieger, Garatva, Danner, Weitzel: Auch etlicheEinheimische in Gala-Form

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Gutes Comeback: Philipp Pflieger lief sich warm für Lugano. Fotos: Brüssel

Gutes Comeback: Philipp Pflieger lief sich warm für Lugano. Fotos: Brüssel

von Claus-Dieter wotruba, mzund Felix Jung, mZ

Susi Lutz hatte erstmal gar nicht groß Zeit nachzudenken. Kaum hatte sie ihre Schuhe nach ihrem Hindernislauf über 3000 Meter ausgezogen, sprang sie wieder auf die Bahn und feuerte Trainingskollegin Corinna Harrer an. Als die ihre 800 Meter als famose Siegerin hinter sich gebracht hatte, startete Lutz-Freund Philipp sein Comeback, das mit Platz eins über 3000 Meter und nur sieben Sekunden über seiner Bestzeit ebenfalls beachtenswert ausfiel. „Die Athleten, die die Chance hatten, sich im Hauptprogramm zu zeigen, haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Trainer Kurt Ring seine Schützlinge von der LG Telis Finanz Regensburg, und verwies gleich mal auf die 6,24 Meter von Michelle Weitzel im Weitsprung.

Susi Lutz aber wusste wieder einmal beim Heimvorteil im Unistadion nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. „Ach, eigentlich ist das wie mein Sofa“, sagte die Läuferin, die auf dem Trainingsgelände den angestrebten Sprung unter zehn Minuten über ihre 3000-Meter-Hindernis-Strecke um sieben Sekunden verpasste. Dann aber fand sie zurück zur selbstbewussten Sicht: „Ist doch nur ein Luxusproblem“ – denn über 5000 Meter hat Lutz das Ticket für die U23-EM in Kaunas ja längst in der Tasche.

Genau da hin will auch Philipp Pflieger. In Lugano gilt es, die 5000-Meter-Norm von 14:10 Minuten zu knacken. „Auch wenn’s nur ein paar Euro sind: Ich verdiene mein allererstes Startgeld“, freut sich der 21-jährige Student. Nach sechs Wochen Komplett-Pause wegen eines Ermüdungsbruchs begann er erst am 1. Mai sein Aufbautraining. „Hier an der Uni, auf Rasen“, sagt er und blickte zurück. „O Gott, die ersten Tempoläufe waren die Hölle.“ Doch der Weg des Über(p)fliegers, der in Jochen Habermaier neuerdings einen Manager hat, scheint zu stimmen. „Ich pack’ das am Freitag.“


 

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