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Mutter von U-Bahn-Schläger greift Jugendamt an
Untätigkeit hat die Mutter des U-Bahn- Schlägers Spyridon L. am Donnerstag vor dem Landgericht München I dem Jugendamt vorgeworfen. Die Behörde „hat uns nicht geholfen“, klagte die 41- Jährige und beschrieb psychische Schwierigkeiten ihres Sohnes. Gegen den jetzt 18-jährigen Griechen und seinen drei Jahre älteren türkischen Freund Serkan A. verhandelt eine Jugendstrafkammer wegen Mordversuchs an einem Schuldirektor im Ruhestand. Die jungen Männer hatten am 20. Dezember 2007 vor laufender Überwachungskamera ihr 76 Jahre altes Opfer in einem U-Bahnhof durch Schläge und Tritte lebensgefährlich verletzt.
„Ich glaube, Spyridon ist ein Opfer und kein Krimineller“, sagte die Mutter. In Griechenland sei ihr Sohn „ein perfektes Kind gewesen“. Am 11. September 2001 übersiedelte die Familie nach München. Danach hätten die Probleme begonnen. In einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik habe der Junge an einer Therapie teilgenommen. Zwei Wochen vor der Tat bat die Mutter um Wiederaufnahme ihres Sorgenkindes in die Klinik - vergeblich.
Der Angeklagte Serkan A. wurde im Gegensatz zu seinem Freund viele Jahre vom Allgemeinen Sozialdienst betreut. „Alle Hilfsangebote sind gescheitert“, sagten Sozialpädagogen aus. Die Lebensgefährtin des jungen Türken nimmt mit dem gemeinsamen Baby an der Verhandlung teil, seit sie die Zeugenaussage über ihn verweigert hat.
Spyridons Freundin hatte den Griechen als aggressiv unter Alkohol geschildert: „Wenn er trinkt, ist er ein anderer Mensch“. Zu ihr sei er „immer ganz lieb“ gewesen, sagte die 17-Jährige.
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