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Schnelle Reaktion: Provisorische Gedenktafel erinnert an Opfer
„Nichts und niemand ist vergessen: Den Opfern des rassistischen Brandanschlags vom 17. Dezember 1988“. Dieser Satz sowie die Namen der vier Todesopfer sind auf einer Tafel zu lesen, die an der Ecke Postgartenstraße/Schlesierplatz an der Hausmauer steht. Rosen wurden am Bürgersteig niedergelegt, Kerzen brennen. „Der Freundeskreis der betroffenen Familien hat diese provisorische Gedenktafel dort angebracht“, sagte Stadtrat Ferdi Eraslan gestern im Gespräch mit der MZ. Ein unbekannter Täter hatte vermutlich in der Nacht zum Montag die Gedenktafel abgerissen, die an den Brandanschlag eines bekennenden Neonazis vor 20 Jahren auf das „Habermeier-Haus“ erinnert. Ein rechtsradikaler Hintergrund für diesen Akt von Vandalismus liegt nahe, lässt sich bisher aber nicht beweisen (die MZ berichtete).
Bei vielen türkischen Bürgerinnen und Bürgern in Schwandorf sorgte die Schändung der Gedenktafel für Unruhe und Unbehagen. Mit Freude habe die türkisch-islamische Gemeinde aufgenommen, dass die Schwandorfer so schnell reagiert haben und wieder eine Gedenktafel – wenn auch vorläufig nur eine provisorische – aufgestellt haben. Oberbürgermeister Helmut Hey hatte bereits am Freitag angekündigt, dass die abgerissene Gedenktafel auf jeden Fall wieder angebracht werde.
Stadtrat Ferdi Eraslan betonte gestern noch einmal die Notwendigkeit, dass der Zusammenhalt von deutschen und türkischen Bürgern in Schwandorf weiter wachse.
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