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Meldung vom 05.11.2009, 11:48 Uhr

Politik will mehr Elitestudenten

Wissenschaftsminister baut Stipendienprogramm „Elitenetzwerk Bayern“ aus.

Regensburg Von Flora Jädicke, MZ

. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat rund 300 Absolventen des Elitenetzwerks Bayern verabschiedet. Anlässlich der Absolventenfeier im Neuhaussaal des Regensburger Theaters betonte der Minister: „Mit dem Elitenetzwerk haben wir ein bundesweit einzigartiges Fördersystem.“

Heubisch kündigte an, er werde das System konsequent weiterentwickeln. Zunächst werde das Büchergeld von 80 auf 150 Euro angehoben. Geplant seien weitere Programme zur Unterstützung des Lebensunterhalts. Echte „Signalwirkung“ soll ein nationales Stipendium von 300 Euro für die besten zehn Prozent haben „Wir wollen Eliten,“ betonte Heubisch. „Dazu stehen wir und schaffen gute Bedingungen.“ Mit Rückendeckung der Wirtschaft, die das Netzwerk mit rund 70000 Euro unterstützt. „Sie bekommen auch in der Breite nur dann ein sehr hohes Bildungsniveau , wenn Sie eine sehr gute Spitze haben“, verteidigte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft das intensive Engagement für die besten Köpfe.

Profitiert haben davon auch zwei Regensburger Studententinnen. Marisa Brockmann und Claudia Doblinger absolvierten den Elitestudiengang an der Universität Regensburg in „Experimental and Clinical Neuroscience“ und den „Honors – Wirtschaftswissenschaften“. Ohne das Elitenetzwerk wäre ihr Studium weniger komfortabel verlaufen, bestätigten sie einhellig. „So konnte ich in den USA und Argentinien studieren“, sagt Doblinger.

Marisa Brockmann haben vor allem die intensive Betreuung durch die Professoren und die kleinen Studiengänge beeindruckt. „Wir waren gerade mal zwölf Studenten. Als Elite zu studieren, bedeute auch zusätzliche Trainings. Da gehe es um Krisenmanagement oder Führung. Das bedeute nicht automatisch Lebenserfahrung, meint Doblinger. „Aber ich habe mehr In-strumente zur Verfügung, mit schwierigen Situationen umzugehen.“



Wissenschaftsminister Heubisch mit Marisa Brockmann, Claudia Doblinger, Bertram Brossert (v.l.) Foto: mjf
Wissenschaftsminister Heubisch mit Marisa Brockmann, Claudia Doblinger, Bertram Brossert (v.l.) Foto: mjf
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