Bjarne Riis: Ich habe gedopt, mein Team ist sauber
Bjarne Riis hat als erster Toursieger Doping gestanden.
Der Däne Bjarne Riis hat sich als erster Tour-Sieger und siebter Radprofi des früheren Team Telekom als Doping-Sünder geoutet. Der 43 Jahre alte Tour-de-France Sieger von 1996 gab am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen zu, mit EPO gedopt zu haben. „Ich habe Doping genommen, ich habe EPO genommen. Ich habe es selbst gekauft und eingenommen“, sagte der ehemalige Telekom-Kapitän.
Riis ist seit 2001 Chef des CSC-ProTour-Rennstalls, den er auch weiter führen will. Alle wichtigen Sponsoren hätten ihm ihre weitere Unterstützung zugesagt.
Der 43-Jährige erklärte, seit Ende seiner aktiven Zeit ein entschiedener Gegner jeder Manipulation zu sein. Sein Team sei sauber und für alle Kontrollen offen. Deshalb habe er vor der Tour 2006 auch seinen Kapitän Ivan Basso aus dem Aufgebot genommen und sich von dem unter Dopingverdacht stehenden Italiener im letzten Herbst getrennt.
Bjarne Riis war lange Jahre an der Seite von Jan Ullrich für den T-Mobile-Vorgänger Team Telekom gefahren. Zuvor hatten Bert Dietz, Christian Henn, Udo Bölts, Rolf Aldag, Brian Holm und Erik Zabel Doping zugegeben.
Jan Ullrich „soll machen, was für ihn das Beste ist“
Riis weiß nach eigenen Angaben nicht, ob sein früherer Teamkollege Jan Ullrich früher gedopt hat. „Nein, ich weiß es nicht“, beantwortete der ehemalige Telekom-Kapitän Riis die Frage, ob Ullrich verbotene Substanzen eingenommen habe. „Jan soll machen, was für ihn das Beste ist.“
Drei Jahre nach seinem Tour-Sieg beendete Riis 1999 seine aktive Laufbahn. Zuvor hatte er sich bei der Frankreich-Rundfahrt 1997 in den Dienst des späteren Siegers Ullrich gestellt. 2001 begann er als Sportlicher Leiter bei der dänischen Mannschaft CSC Tiscali.



