Horst Seehofer übergibt in Bad Kötzting EhrenamtsCards
Viel Lob zollte Ministerpräsident Horst Seehofer am Freitagabend bei einem Ehrenakt für rund 300 ehrenamtlich tätige Bürger des Landkreises Cham allen Menschen, die sich freiwillig für andere engagieren. Beatrix Rabl vom Bayerischen Rundfunk, Moderatorin der Sendereihe „Helden des Alltags“, führte im Haus des Gastes durch den festlichen Abend.
Wegen der Verhandlungen um die Rettung der Quelle-Arbeitsplätze im Raum Nürnberg traf der Ministerpräsident verspätet in Bad Kötzting ein, wurde aber herzlich empfangen. Landrat Theo Zellner, den der Ministerpräsident in seiner Rede als „Landrat des Ehrenamts“ bezeichnete, erinnerte in seiner kurzen Rede an den Start des Pilotprojektes, das sich aus dem „Treffpunkt Ehrenamt“, der Initiative Jugend+Ehrenamt+Schule sowie den Taka-Tuka-Ferien für Kinder entwickelt habe.
Schließlich sei der Landkreis Cham mit der Entwicklung einer EhrenamtsCard beauftragt worden, die nach der Modellphase im Jahr 2011 in ganz Bayern Einzug halten soll. Mit seiner Teilnahme bringe der Ministerpräsident zum Ausdruck, welche Bedeutung er dem Ehrenamt beimesse, sagte der Landrat.
Die Empfänger der Karte könnten zum halben Preis die öffentlichen Verkehrsmittel im Landkreis benutzen und erhielten Vergünstigungen in staatlichen Einrichtungen, erläuterte der Landrat, der als Beispiel für funktionierendes Ehrenamt den 1.Platz der Feuerwehr Sperlhammer im Jugendwettbewerb erwähnte.
Das Leitwort „Wir für uns“ bringe sehr schön zum Ausdruck, welche Wirkung das Ehrenamt zeigt, erklärte Ministerpräsident Horst Seehofer in seiner Ansprache. So wie ein Betrieb keine Wertschöpfung betreiben könne, wenn er seinen Mitarbeitern keine Wertschätzung entgegen bringe, könne eine Gemeinschaft nicht ohne Ehrenamt funktionieren.
Dieses Engagement der Bürger sei die wahre Stärke des Freistaats, „Bürgersinn ist die eigentliche Stärke von Bayern“, sagte der Ministerpräsident. Er verwies darauf, dass „Glück, das man anderen vermittelt, auf uns selbst zurückfällt“. Deshalb habe er auch gegen den Rat aus dem Finanzministerium entschieden, Ehrenamtlichen die Vergünstigungen zu gewähren, die in der EhrenamtsCard verankert sind.



