Skispringen am Hohenbogen
Die künftigen Springer sind gesichert. Am Seil geführt, fliegen sie 150 Meter durch die Luft, bevor sie abgebremst werden und auf einem Podest landen.
Skispringen am Hohenbogen – diese Vision wird ab 28. April Wirklichkeit, dann, wenn gleich neben der Bergstation der Sesselbahn der ATOMIC SKI JUMP in Betrieb geht. Gestern hat sich Alfons Ramprecht vom TÜV Österreich daran gemacht, diese Anlage zu prüfen.
Ramprecht ist Spezialist auf dem Gebiet von Hochseil-Anlagen. Er sagt: „Ich arbeite teils auch im Ausland.“ So gestern am Hohenbogen. Dabei pfiff dem Österreicher der Wind am Berg kräftig um die Nase, ebenso Christian Kappenberger und Bernd Bayerköhler von der Erlebnis-Akademie, die den ATOMIC SKI JUMP betreiben wird und mit dem Sport- und Freizeitzentrum Hohenbogen von und mit Geschäftsführer Markus Müller einen Partner hat, der sich für diese gemeinsame Sache begeistert.
Der Clou der neuen Schanze am Hohenbogen: Die künftigen Springer sind gesichert. Am Seil geführt, fliegen sie 150 Meter durch die Luft, bevor sie abgebremst werden und auf einem Podest landen. „Ski-Adler“ zu sein–dieses Gefühl soll den künftigen Springern (sicheren) Kick geben.
Ramprecht hat nicht viel Zeit zu plaudern. Er ist ein Mann der Tat, hat als solcher alle Hände voll zu tun. Bevor er sich an die Arbeit macht, erklärt er: „Ich prüfe die komplette Anlage– Technik, Statik, den ordnungsgemäßen Einbau, die Seilspannungen...“ Es gilt die europäische Norm. Beim späteren Betrieb muss auch ein Fahrtenbuch geführt werden.
Idee der Erlebnis-Akademie
Bernd Bayerköhler von der Erlebnis-Akademie, die unter anderem den Hochseilpark in Lam betreibt, erzählt, die Idee zu einer Sprungschanze sei in Thüringen gezündet. „Dort steht schon eine vergleichbare, allerdings eine kleinere Schanze.“ Daraufhin entwickelte die Erlebnis-Akademie ihre Idee einer eigenen Skisprungschanze für jedermann–wesentlich größer wie die in Thüringen. Markus Trefzer aus Todtnau im Schwarzwald steuerte das Brems- und Seilzugsystem bei.
Bernd Bayerköhler erklärt: „Die Anlage kann dank einer Edelstahl-Anlaufspur das ganze Jahr genutzt werden. Springen können alle ab 14 Jahren.“ Der Springer bekommt original Sprungski untergeschnallt und wird nach dem Absprung am Schanzentisch zwölf bis 15 Sekunden durch die Luft springen.
Zur Eröffnung, sagt Bayerköhler, ist auch die Prominenz–vom Landrat bis zum Bürgermeister–willkommen, die neue Attraktion am Hohenbogen und größte gesicherte Skisprungschanze Deutschlands ausprobieren.



