Kelheim - Nachrichten 11.02.2009, 21:40 Uhr

Fassade und Dach der Befreiungshalle in Kelheim sollen saniert werden

Den Startschuss für die Sanierungsarbeiten am Kelheimer Wahrzeichen hat am Mittwoch Finanzminister Georg Fahrenschon mit dem Planungsauftrag an die Bayerische Schlösserverwaltung gegeben. 2013 jährt sich die Eröffnung der Befreiungshalle zum 150. Mal.

Friedrich von Gärtner hatte das monumentale Bauwerk seit 1836 für Ludwig I. geplant und begonnen. Nach Gärtners Tod entwickelte Architekt Leo von Klenze das Gebäude weiter und vollendete es. Seither sei es etwa alle 50 Jahre umfassend instand gesetzt worden, heißt es in der Pressemitteilung des Bayerischen Finanzministeriums. Nach detaillierter Planung und Kostenberechnung sollen Spezialfirmen nun in den Jahren ab 2009 die riesigen Fassaden des Rundbaus überarbeiten. Nicht nur der Anstrich muss erneuert werden, auch Frostschäden im Mauerwerk, am Putz, an den Natursteinquadern, den Zierelementen und der Freitreppe will der Freistaat beheben lassen.

Bertin Schels, Verwaltungschef der Befreiungshalle, wusste am Mittwoch beim Anruf der MZ noch gar nichts von den Sanierungsplänen, betonte aber, eine Fassadensanierung sei nötig. Zuletzt sei diese 1962 erneuert worden. Beim eisernen Dachstuhl müssten einzelne der Metallstäbe und einige Holzauflager für das Kupferblechdach ersetzt werden.

Jan Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung, kündigte an, diesmal werde man viel gründlicher sanieren und an die Natursteine selber rangehen. „Zum Jubiläum soll alles schön sein.“

 

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