Bürger verhindern Abriss der Eichreiskapelle
Die Eichreiskapelle soll abgebrochen werden. Der Widerstand der Bevölkerung hatte jedoch teilweise Erfolg.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden im Rahmen der Säkularisation kirchliche Güter in Bayern in Staatseigentum überführt. Auf Anordnung der „Churfürstlichen Landesdirektion von Baiern“ sollten im Zuge der Säkularisation die Kapelle „Unserer Lieben Frau im Eichreis“ in Wöhr sowie die „St.-Johannes-Kapelle“ neben der Friedhofskirche und die sogenannte „Weiße Marter“ neben dem Regensburger Tor in Neustadt abgebrochen werden. „Das dadurch gewonnene Baumaterial sollte für den dringend notwendigen Neubau eines Schulhauses verwendet werden“, erinnert Stadtarchivar und Heimatforscher Anton Metzger.
Gegen den Abbruch regte sich jedoch Widerstand. Und der war – zumindest teilweise – von Erfolg gekrönt. Metzger erzählt: „Durch zahlreiche Bittbriefe vonseiten der Stadt und der Bürgerschaft sowie der Entfernung und Vernichtung aller Votivbilder konnte die Eichreiskapelle erhalten werden.“ Die „Weiße Marter“ und die „St.-Johannes-Kapelle“ wurden jedoch abgebrochen.



